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Nach sieben Jahren

Stadtarchiveinsturz: Schuld soll nun endgültig geklärt werden

Am 3. März 2009 stürzte das Historische Archiv der Stadt Köln ein; zwei Menschen starben. Sieben Jahre später kündigt die Stadt die endgültige Klärung der Schuldfrage an.

Mit Entschlossenheit kündigte Stadtdirektor Guido Kahlen anlässlich einer Gedenkveranstaltung zum siebten Jahrestag des Stadtarchiveinsturzes die endgültige Klärung der Schuldfrage an. Es sei nun „höchstwahrscheinlich“, dass die Katastrophe am 3. März 2009, bei der zwei Menschen ums Leben kamen, durch eine bis zu 60 Zentimeter breite „Fehlstelle“ in rund 27 Metern Tiefe verursacht worden ist. Laut Kahlen sei mit einer alternativen Erklärung nicht mehr zu rechnen. „Wir ziehen jetzt Konsequenzen!“, so der Stadtdirektor. Demnach würden nach einer weiteren Untersuchung zivilrechtliche und strafrechtliche Klagen gegen die Verantwortlichen der ARGE Los Süd vorbereitet.

Die endgültigen Beweise für den bereits seit langem vermuteten Unglücksauslöser einer undichten Baustellen-Schlitzwand, durch die Wasser drang, könnte noch im Herbst oder Winter dieses Jahres vorliegen, so der Repräsentant der Stadtverwaltung.Neben der menschlichen Tragödie beziffert sich der materielle Schaden auf rund 1 Milliarde Euro. „Dieses Geschehen ist eine fortwährende Mahnung für mehr Nachdenken und mehr Vordenken“, erklärte Kahlen.

Kritische Worte für die möglichen Verursacher sowie die damaligen Verwaltungsspitzen fand Frank Deja, von der Bürgerinitiative „Köln kann auch anders“: „Die Katastrophe hätte vermieden werden können, wenn man an verantwortlicher Stelle eins und eins zusammengezählt hätte“, wandte sich Deja an die Gebäudewirtschaft als Eigentümer des ehemaligen Archivs. „Die Gebäudewirtschaft scheint selbst ein dringed sanierungsbedürftiges Unternehmen zu sein. Dafür sprechen auch die Probleme mit dem Hubschrauberlandeplatz auf dem Kalkberg und die zahlreichen maroden Schulen in der Stadt“, sagte Deja unter großem Applaus der etwa 300 Anwesenden.

Schweigeminute und Trauermarsch

Nach einer Schweigeminute und Aufspielen eines Totenmarschs durch die Blaskapelle „Trööt op Jöck“ wurde im Beisein von Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, Bezirksbürgermeister Andreas Hupke sowie Vertretern aus Politik, Kultur und Gesellschaft nördlich des Unglücksareals ein Werk des Künstlers Mischa Kuball enthüllt, das an die Geschehnisse gemahnen soll. Zudem wurde nach längerer Demontage die Dokumentationsarbeit „Beklagung in acht Tafeln“ des Fotografen Reinhard Matz wieder am Bauzaun angebracht.

„Es ist wichtig, das Unglück sichtbar zu machen und damit die Erinnerung zu bewahren“, richtete sich Scho-Antwerpes an die Künstler. Hupke forderte trotz aller Trauer dazu auf, den Blick auch in die Zukunft zu richten: „Ich sehe den Fleck im Tunnel jedesmal, wenn ich am Ort des neuen Archivs, am Eifelwall, vorbeifahre. Wir müssen alle daran arbeiten, dass es weitergeht!“ Das Gebäude des neuen Archivs soll 2019 fertiggestellt sein. Mit einer vollen Funktionsfähigkeit der Einrichtung schätzen Experten aufgrund der zeitintensiven Bergungs- und Restaurierungsarbeiten der Dokumente erst in 30 Jahren. (td; Foto: Thomas Dahl)

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