Ehrenamtspreis 2011
Stadt zeichnet bürgerschaftliches Engagement aus
Jeder fünfte Kölner übt ein Ehrenamt aus. Ohne diesen Einsatz wäre das soziale, kulturelle oder sportliche Leben dieser Stadt um einiges ärmer. Es gäbe keine kostenlose Nachhilfe, keine Seniorenbetreuung, Spielplätze würden noch mehr verkommen. Damit dieses Engagement auch offiziell gewürdigt wird, gibt es den Kölner Ehrenamtspreis – er wird in diesem Jahr zum 11. Mal verliehen. Schirmherr ist der Musiker Wolfgang Niedecken.
„Wer seine Kinder jede Woche zum Sport fährt, weiß allein schon die Zeitaufwand zu schätzen, den die ehrenamtlichen Trainer leisten“, weiß Niedecken aus eigener Vater-Erfahrung. „Davor ziehe ich endlos den Hut.“ So war es für ihn Ehrensache, die Schirmherrschaft zu übernehmen. Ehrenamtlichen Einsatz hat er auch in Afrika schätzen gelernt, etwa bei der Betreuung ehemaliger Kindersoldaten in Uganda. Er selber fährt als Sonderbotschafter der Hilfsaktion „Gemeinsam für Afrika“ regelmäßig dorthin.
Für die Bewerbungen schlägt die Stadt in diesem Jahr beispielhaft einige Schwerpunkte vor. Sie sollen als Anregungen für Bewerbungen dienen, dazu gehören u.a. „Lebendige Stadt“, „Sport, Musik, Kultur“, „Umwelt und nachhaltige Entwicklung“, „Innovatives Ehrenamt“ oder „Langjähriges Engagement – Lebenswerk“. Letztere Kategorie soll die Aufmerksamkeit auf die richten, die „im Verborgenen arbeiten, die nichts Spektakuläres machen, aber sich schon seit vielen Jahrzehnten engagieren“, so OB Jürgen Roters bei der Auslobung des Ehrenamtspreises am Montag. Politische oder gewerkschaftliche Ehrenämter zählen dabei nicht.
Insgesamt gibt es eine Preissumme von 8.000 Euro, 1.000 mehr als im Vorjahr. Sie wird unter die – meist 10 – Gewinner verteilt. Die letzte Frist für Bewerbungen oder Vorschläge ist der 15. April. Im Schnitt gab es bislang jährlich 120-180 Vorschläge. Die Preise werden am 25.9 im Hansa-Saal verliehen, anschließend lädt die Stadt zum Ehrenamtsfest auf dem Heumarkt ein. (js)
Die Bewerbungsunterlagen für „KölnEngagiert“ gibt es bei der Kommunalstelle „Förderung und Anerkennung bürgerschaftlichen Engagements“ (FABE) im Amt des Oberbürgermeisters unter Telefon 0221 / 22 12 31 90 und 0800 / 563 56 11 (kostenlose Hotline) sowie im Internet unter www.stadt-koeln.de/ehrenamt
(Erstellt am 14. Februar 2011 - 17:01 Uhr; aktualisiert 15. Februar 2011 - 14:29 Uhr)
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