Bildungsjahr 2012/13
Stadt fragt Eltern nach Weiterbildungswünschen
Für viele Kinder begann in diesen Tagen ein neuer Lebensabschnitt: 8.797 i-Dötzchen hatten ihren ersten Schulkontakt überhaupt, 7.755 hatten ihren ersten Tag an einer weiterführenden Schule. Dabei ist die Nachfrage nach Hauptschulen weiter gesunken. Gesamtschulen und Gymnasien melden dagegen steigende Zahlen. Am Donnerstag gab Schuldezernentin Agnes Klein die aktuellen Zahlen für das Bildungsjahr 2012/13 bekannt.
Danach gehen insgesamt rund 95.300 Kinder und Jugendliche zur Schule, im vorigen Schuljahr waren es über 94.470. In den Grundschulen 35.300 (34.300), in Realschulen 12.400 (12.400), in Gymnasien 31.400 (31.200), in Gesamtschulen 11.800 (11.300). Insgesamt gibt es in Köln 267 städtische und private Schulen.
Der Rückgang bei den Hauptschulen von 7.000 auf 6.600 ist auch auf die Schließung von fünf Schulen zurückzuführen. Die geringeren Zahlen bei den Förderschulen (4.700 statt 4.900) erklären sich aus der verstärkten Nachfrage nach inklusivem Unterricht. Den bieten inzwischen 71 Schulen an, darunter allerdings nur 2 Gymnasien. Zur Zeit besucht jedes vierte Kind – insgesamt etwa 1.500 – mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf eine allgemeine Schule. Ziel sind hier 80 Prozent.
Im laufenden Schuljahr will die Stadt alle 18.000 Eltern von Kindern im 3. und 4. Schuljahr fragen, auf welche weiterführende Schule sie ihr Kind schicken wollen. Das Schreiben wird neben Deutsch auch auf Türkisch, Russisch und Englisch geschrieben.
Ihren Betrieb aufgenommen hat die private „Offene Schule Köln“ in Rodenkirchen mit 78 Jungen und Mädchen, 21 davon mit Förderbedarf. Außerdem werden hier die Jahrgangsstufen aufgelöst, der Unterricht findet altersübergreifend statt. Genehmigt ist das zunächst nur für die Jahrgangsstufen 5 bis 7. Für Sülz hat die Stadt für das nächste Schuljahr die Errichtung einer neuen zweizügigen Grundschule beschlossen.
Köln ist eine der wenigen deutschen Städte mit einem Geburtenüberschuss. Seit 2008 liegt die Geburtenzahl bei rund 10.100, aktuell leben in Köln 29.094 Kinder unter 3 Jahren (U3). Das erfordert einen Ausbau der U3-Kita-Plätze. Im laufenden Bildungsjahr sind 900 neue Kita-Plätze und 1.600 Plätze in der Kindertagespflege geplant.
Die dann insgesamt 11.100 Plätze entsprechen einer Versorgungsquote von 38 Prozent – nahe an den 40 Prozent, die sich die Stadt als Ziel gesetzt hat. Köln steht damit in NRW nach Münster an 2. Stelle. Die fast 28.000 Kindergartenplätze für Kinder über 3 Jahren bis zur Einschulung entsprechen einer Vollversorgung von über 100 Prozent. (js)
(Erstellt am 24. August 2012 - 14:56 Uhr; aktualisiert 27. August 2012 - 12:25 Uhr)





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