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Mehr Sicherheit kostet über 360.000 Euro

Stadt legt Maßnahmenpaket für sichere Karnevalstage vor

Oberstadtdirektor Guido Kahlen hat am Montag ein „Maßnahmenpaket“ vorgestellt, das den Straßenkarneval sicherer machen soll. 360.000 Euro lässt sich die Stadt die zusätzliche Sicherheit kosten. Das Maßnahmenpaket soll in Zukunft auch bei anderen Veranstaltungen angewendet werden, bei denen es keinen direkt Verantwortlichen gibt. Details dazu werden noch mit Polizei, Feuerwehr, KVB und AWB erarbeitet und am 1. Februar veröffentlicht.

Zusätzliche Sicherheitsdienste werden danach 9.000 Euro kosten, Miete und Programmierung von Funkgeräten 14.000, zusätzliche Dienstkleidung, Stichwesten und Schuhe 86.000 Euro (Kahlen: „Unsere Mitarbeiter sollen erkennbar sein“), Dolmetscher 15.500 Euro und Toiletten, Absperrungen und Beleuchtungen 160.000 Euro. Die bekannten, angstmachenden dunklen Stellen nicht nur rund um den Hauptbahnhof wird die Rheinenergie mit mobilen Leuchten entschärfen, die Dimmung in den Tunnels wird abgeschaltet. Noch nicht in den Mehrausgaben enthalten sind Personalkosten und Überstunden.

Ein Koordinierungsgremium – es bestand schon in den letzten Jahren – wird an jedem der Karnevalstage von Weiberfastnacht bis Veilchendienstag bis in den frühen Morgen den Kontakt zwischen allen beteiligten Behörden und Ämtern koordinieren. Es soll eingehende Meldungen zusammenfassen und auch in der Lage sein, auf „vorher nicht definierte Lagen“ zu reagieren. Die Kölner Berufsfeuerwehr wird ihr Personal auch für die Rettungsdienste um 850 haupt- und ehrenamtliche Kräfte aufstocken. Auch die Stadt wird mehr Ordnungspersonal einsetzen.

Security Point für Frauen und Mädchen

Auswärtige Besucher werden Informationszettel über entsprechende Anlaufstellen erhalten. Speziell für Mädchen und Frauen soll es nach den Erfahrungen der Silvesternacht einen speziellen „Security Point“ geben, dessen „strategischer“ Standort aber noch nicht feststeht. Hier sollen Polizei, Psychologinnen und Sozialarbeiterinnen bereit stehen, die Koordination übernimmt der Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF). Über das Bundestelefon kann Hilfe in 15 Sprachen abgerufen werden. Eine Internetseite zur Prävention auch in englischer Sprache ist in Vorbereitung. (js; Symbolfoto: imago/Manngold)

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