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Neuer Sportstättenchef

Was fehlt ist "breitere Unterstützung für Sport"

Auf der einen Seite moderne städtische Sportstätten bereithalten, zum anderen ein bertiebswirtschaftlich gutes Ergebnis abliefern. Das ist der Job von Lutz Wingerath, neuer Chef der Kölner Sportstätten. Und leicht ist dieser Job nicht... 

Die Arbeit des Geschäftsführers der Kölner Sportstätten ist nicht weniger schwierig geworden, nur weil die Personen wechselten. Das weiß auch Lutz Wingerath, der seit Anfang des Jahres 2016 die Nachfolge des ausgeschiedenen Sportstättenchefs Hans Rütten innehat. Auch er muss mit seinem Geschäftsführungskollegen Gerhard Reinke und einem großen Team von Mitarbeitern zum einen moderne städtische Sportstätten bereithalten, zum anderen ein bertriebswirtschaftlich gutes Ergebnis abliefern. Und das ist wahrlich nicht leicht.

Mit dem Aushängeschild Rheinenergie-Stadion geht dies noch ganz gut - der 1. FC Köln trägt als Hauptpächter dort seine Heimspiele aus, vier Konzerte gibt es 2016, das DFB-Pokalfinale der Frauen sowie die Mitsingveranstaltung "Loss mer Weihnachtslieder singe" auch. Und viele Führungen finden ebenfalls im Stadion statt. Hinzu kommen soll im Herbst 2016 eine große Firmenveranstaltung, zu der mehrere Tausend Besucher im Businessbereich des Stadions erwartet werden.

"Können nichts anderes machen außer Fußball"

Doch was ist mit dem Südstadion, dem Sportpark Höhenberg, dem Radstadion, dem Reit- und Baseballstadion sowie der öffentlichen Golfanlage Roggendorf? Dort sind finanzstarke Pächter Mangelware, lukrative Veranstaltungen außerhalb des sportlichen Kerngeschäfts des jeweiligen Standortes sind meist gar nicht möglich: "Im Südstadion sind zum Beispiel Football oder Konzerte lärmmäßig kategorisch ausgeschlossen, dort können wir nichts anderes machen außer Fußball", macht Wingerath deutlich. Der Ausbau des Sportparks Höhenberg ist unter anderem wegen des einzuhaltenden Umweltschutzes ein großes Problem.

Viel geholfen wäre Wingerath in seinen Bemühungen, die Sportstätten auf finanziellen Kurs zu bringen, wenn es "eine breitere Unterstützung der Stadt für Sport in Köln" gäbe. Köln noch deutlicher als bislang als Sportstadt etablieren - das wäre es. Womöglich sogar durch den Neubau einer Sporthalle mit einer Kapazität von 3.000 bis 4.000 Zuschauern, welche auch Funktionen über eine klassische Sporthalle hinaus erfüllen könnte. So etwas schwebt Wingerath vor; doch gleichzeitig weiß er, dass der Weg dorthin ein sehr steiniger ist... (Foto: Helmut Löwe)

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