"Fußballkultur nicht gefährdet"
Proficlubs verabschieden Sicherheitskonzept im Fußball
Die 36 Proficlubs haben ein neues Sicherheitskonzept im deutschen Fußball mehrheitlich verabschiedet. Laut Ligapräsident Rauball Rauball gefährden "die Beschlüsse die Fußballkultur in Deutschland nicht".
Dabei sei es zu einigen Modifikationen gekommen, sagte Rauball Er könne versichern, dass die Beschlüsse die Fußballkultur in Deutschland nicht gefährden werden. Dem Antrag des Zweitligisten FC St. Pauli auf Verschiebung der Abstimmung hätten fünf Clubs zugestimmt, sagte Rauball. 31 Vereine lehnten dies ab.
Absegnung am 25. Januar
Die Anträge, die die Richtlinien des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) betreffen, müssen vom DFB-Präsidium bei seiner Sitzung am 25. Januar noch abgesegnet werden. Dabei könne es aber nur «unwesentliche inhaltliche Anpassungen» geben, so die Deutsche Fußball Liga. Innenminister von Bund und Ländern hatten DFL und DFB sowie die Vereine aufgefordert, nach vermehrten Ausschreitungen in den Arenen zu einer Entscheidung zu kommen.
Das Papier war nach dem Sicherheitsgipfel mit Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), Lorenz Caffier (CDU), Vorsitzender der Innenministerkonferenz, DFB und Ligaverband im vergangenen Juli in Berlin entstanden.
Fanprotest gegen Sicherheitskonzept
Mehrere hundert Fans hatten sich trotz bitterer Kälte vor dem Frankfurter Hotel versammelt, ein Polizeiaufgebot riegelte die Tagungsstätte ab. An den vergangenen drei Spieltagen hatten die Anhänger in den Bundesliga-Stadien mit ihrer Schweige-Aktion über 12 Minuten und 12 Sekunden lautlos, aber eindrucksvoll protestiert. Zudem gab es am vergangenen Wochenende noch Demonstrationen.
Die Fans hatten es bislang nicht geschafft, Übeltäter in ihren Reihen auszugrenzen. Mit dem Urteil gegen die Gewalttäter von Dynamo Dresden hatte die Entscheidung weiteren Zündstoff bekommen. Nach dem Ausschluss des Zweitligisten vom DFB-Pokal der nächsten Saison durch das DFB-Sportgericht protestierten Dynamo-Anhänger auch in Frankfurt gegen das neue Konzept. (dpa)
(Erstellt am 12. Dezember 2012 - 17:14 Uhr; aktualisiert 12. Dezember 2012 - 17:25 Uhr)
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