Vor Mitgliederversammlung
Neue FC-Satzung will Mitgliedern mehr Einfluss einräumen
Auf der Mitgliederversammlung des 1. FC Köln am 11. Dezember steht eine Satzungsänderung an. Den Entwurf zu dieser stellte Präsident Spinner nun vor. Unter anderem sollen den Mitgliedern mehr Rechte eingeräumt werden.
An der Spitze eines jeden Vereins steht der von den Mitgliedern gewählte Vorstand. Das ist beim 1. FC Köln nicht anders. Doch viele der Vereinsmitglieder, es sind über 50.000, fühlen sich unterrepräsentiert, hätten gerne mehr Einfluss, sehen den Einfluss des Vorstandes als zu stark an. Und diesen kommt Präsident Werner Spinner mitsamt der neuen FC-Satzung entgegen - zumindest etwas.
"Die Mitglieder müssen das Sagen haben, und der Vorstand ist gewählt, um ihre Interessen zu vertreten", so äußert sich Spinner im Interview mit dem "Express". Zukünftig soll es für die Mitglieder einfacher werden, eine außerordentliche Mitgliederversammlung - eine Mitgliederversammlung ist das höchste Organ des Vereins - einzuberufen. Sind bislang die Unterschriften von 20 Prozent der Vereinsmitglieder erforderlich (etwa 10.000), um eine außerordentliche Mitgliederversammlung zu beantragen, sollen zukünftig 1.000 Unterschriften ausreichen.
Wichtige Entscheidungen sollen zukünftig dem "gemeinsamen Ausschuss" obliegen. In diesem haben, so der "Express", der Vorstand, die Vorsitzenden des Beirates und des Aufsichtsrates sowie die zwei Vorsitzenden des noch zu bildenden Mitgliederrates jeweils eine Stimme. Darüber hinaus soll die Satzung der "50-plus-1-Regel" der Deutschen Fußball-Liga Sorge tragen, die verhindern soll, dass Kapitalanleger die Stimmenmehrheit in einem Profifußballklub erhalten und den Verein so zum Spekulationsobjekt machen.
Die aktuelle Satzung des 1. FC Köln e.V. als PDF-Datei
(Erstellt am 21. November 2012 - 12:19 Uhr; aktualisiert 22. November 2012 - 11:05 Uhr)
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