Play-off-Teilnahme möglich
Kölner Haie: Noch Hoffnung trotz 1:3 gegen Iserlohn
Spannung pur vor dem Vorrundenabschluss in der Deutschen Eishockey-Liga: Noch ist das Rennen um drei direkte Qualifikationsplätze für das Playoff-Viertelfinale nicht entschieden.
Die Kölner Haie sind trotz des 1:3 gegen den direkten Rivalen Iserlohn Roosters nur noch theoretisch von Platz zehn zu verdrängen, der den Einzug in die Vor-Playoffs bedeutet. Dort werden die letzten beiden Viertelfinalisten ermittelt. Iserlohn müsste mit acht Toren Vorsprung gegen Adler Mannheim gewinnen, um Köln von Rang zehn zu verdrängen. Die Haie, die das Weiterkommen dringend zum finanziellen Überleben benötigen, zeigten allerdings eine ganz schwache Leistung.
Vizemeister DEG Metro Stars, die Hannover Scorpions und die Nürnberg Ice Tigers verpassten die Chance, das Weiterkommen schon perfekt zu machen. Hannover führte dabei bis eine Sekunde vor Schluss 1:0 gegen den EHC Wolfsburg, verlor aber noch 1:2 nach Penaltyschießen. Der ERC Ingolstadt ist nach dem 3:0 in Nürnberg Sechster und kann das Weiterkommen aus eigener Kraft schaffen. Gegner ist dann der direkte Rivale aus Hannover. Im Viertelfinale, das am 30. März beginnt, stehen bisher Meister Eisbären Berlin, Wolfsburg und die Frankfurt Lions.
Bei der dramatischen Partie in Hannover hofften die Scorpions nach der Führung durch Aris Brimanis (27.) bis unmittelbar vor der Sirene auf den Sieg gegen Wolfsburg. Dann schockte Kai Hospelt mit sechs gegen vier Feldspieler die Scorpions und sorgte im Penaltyschießen noch für den Derby-Sieg des Tabellen-Zweiten.
Vizemeister Düsseldorf blamierte sich nach der Entlassung von Trainer Harold Kreis. Unter der Regie von Manager Lance Nethery gab es mit 4:5 gegen die Straubing Tigers die dritte Pleite in Folge. Düsseldorf muss in Augsburg antreten. Den Nürnbergern raubte ein kurioses Eigentor zum 0:2 den Nerv. Ein abgefälschter Schlenzer von Bruno St. Jacques landete auf dem Schläger von Dan Spang (39.), der ihn unhaltbar ins eigene Netz verlängerte. Nürnberg spielt bei den schon gescheiterten Hamburg Freezers, die dann zum letzten Mal von Trainer Paul Gardner betreut werden.
Mannheim verpasste Rang sechs endgültig durch das 2:3 im Derby gegen den Tabellen-Dritten Frankfurt. Außerdem in den Vor-Playoffs dabei sind die Augsburger Panther, die 6:5 bei Schlusslicht Kassel Huskies siegten. Die Krefeld Pinguine vergaben durch das 2:4 bei Vorrundensieger Berlin ihre letzte Chance und sind durch die fünfte Niederlage in Folge ausgeschieden.
(Erstellt am 19. März 2010 - 23:01 Uhr; aktualisiert 19. März 2010 - 23:06 Uhr)
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