Laufen auf kölsche Art

Der große Tag steht vor der Tür - der Tag auf den Sie so lange hin trainiert haben. Mit diesen Tipps von Jürgen Wicharz, Projektleiter und Headcoach der Kölner Ausdauer- und Laufschule, kommen Sie auf wahrhaft kölsche Art durchs Ziel. Er hat für Sie einmal die ersten vier Artikel des kölschen Grundgesetzes umgewandelt:

Artikel 1: "Et es wie et es!"

Ob kalt oder warm, regenerisch oder sonnig, jetzt müssen Sie laufen und die Dinge so akzeptieren, wie sie sind. Passen Sie sich den Bedingungen an! Freuen sie sich über die Chance, mit internationalen Lauffreunden rund um den Kölner Dom zu laufen. Sie können sich und ihre Einstellung positiv beeinflussen, das Wetter und die aktuellen Rahmenbedingungen nicht. Sagen Sie sich also zum Beispiel "Ich nutze die Chance mit internationalen Lauffreunden die Strecke zu meisten!"

Artikel 2: "Et kütt wie et kütt!"

In welcher Zeit Sie auch immer den Zielstrich "überlaufen": Im Ziel können Sie feiern! Dazwischen liegen erwartete und unerwartete Höhen und Tiefen. Sie werden sie meistern. Sagen Sie sich beispielweise, "Ich nutze die Chance, Schwächen zu überwinden und meine Stärken auszuspielen!"

Artikel 3: "Et hätt noch immer jot jejange!"

Bleiben Sie realsitisch, sachlich, laufen Sie eher zu langsam als zu schnell! Lassen Sie die "Jecken" rasen, Sie werden Sie später garantiert langsam überholen. Wählen Sie ihre Lauftaktik nach der 51-49 Regel. Daraus leitet sich für Sie zum Beispiel bei einer HM-Zielzeit von 01:40:00 nachstehende Konsequenz ab: die erste Hälfte, 10,5 Km, laufen Sie in 51 Prozent der geplanten Zielzeit, also in ca. 51 Minuten (= 04:50 Min./Km) und die zweite Hälfte, 10,5 Km, laufen Sie in ca. 49 Minuten(= 04:40 Min./Km). Bei einer HM-Zielzeit von z. B. 02:20:00 Std. sieht es so aus: die erste Hälfte, 10,5 Km, laufen Sie in 51 Prozent der geplanten Zielzeit, also in ca. 72 Minuten (= 07:12 Min./Km) und die zweite Hälfte, 10,5 Km, laufen Sie in ca. 69 Minuten(= 06:54 Min./Km).

Sie können natürlich Ihre eigene Lauftaktik wählen. Sie sollte jedoch immer dem vorstehend beschrieben Muster entsprechen. Wenn Sie die 1. Hälfte in einem für Sie angemessenen Tempo langsamer angehen als die zweite Hälte, dann sparen Sie die Kohlenhydrate, die Sie "hinten raus" für die Fettverbrennung dringend benötigen. Die Läufer, die in der ersten Hälfte zu schnell laufen, erleben in großer Zahl ihr Waterloo in der zweiten Hälfte.

Artikel 4: Wat fott es es fott

Haben Sie ihre Zielzeit dennoch nicht erreicht, dann gibt es keinen Grund zur Tristesse. Denken Sie daran, "Jede Jeck es an jedem Tag anders!". Viele innere und äußere Faktoren arbeiteten gegen ihre Planung. Oder Sie waren auf der 1. Hälfte zu gierig. Auf jeden Fall haben Sie als Finisher eine grandiose Leistung erbracht.(Quelle: Kölner Ausdauer- und Laufschule www.diaita-laufschule.de)

Mehr Tipps und Infos für Läufer und Zuschauer in unserem Köln Marathon-Special.

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