Trainigsauftakt
FC-Profis und Stanislawski von 2.000 Fans empfangen
Sechs Wochen nach dem Abstieg hat der 1. FC Köln wieder das Training aufgenommen. Rund 90 Minuten dauerte die erste Einheit unter Neu-Coach Holger Stanislawski, die von fast 2.000 Fans verfolgt wurde. Mit dabei auch die drei Neuzugänge Dominic Maroh, Thomas Bröker und Tobias Strobl, die nicht nur auf dem Platz, sondern auch beim Autogrammeschreiben eine gute Figur machten.
Von Cora Finner
Pünktlich zum geplanten Trainingsauftakt des 1. FC Köln am Freitag um 15 Uhr hatten sich auch die letzten Regenwolken über dem Franz-Kremer-Stadion verzogen und so warteten rund 2.000 gut gelaunte Zuschauer bei sommerlichen Temperaturen auf den ersten Auftritt des neuformierten FC-Teams um Trainer Holger Stanislawski. Das ließ allerdings noch gut 25 Minuten auf sich warten. Bis dahin schwor Präsident Werner Spinner die Anhänger schon mal auf die kommende Saison in der 2. Liga ein. „Es wird bestimmt keine einfache Saison, aber wir nehmen die Herausforderung an“, versprach der 63-Jährige. Außerdem bat er die Fans um Unterstützung und Geduld.
Video: Trainingsauftakt beim FC
Um kurz vor halb vier war es dann soweit und die Mannschaft betrat unter lautem Applaus den Rasen. Noch ein kurzes Gruppenbild mit dem Trainerteam und den Neuzugängen Thomas Bröker, Dominic Maroh und Tobias Strobl und dann ging es auch schon los. Mit strenger Miene beobachtete Stanislawski seine Schützlinge, wie sie zunächst einige Runden um das Spielfeld drehten und anschließend mit sichtlich Spaß über die aufgestellten Hütchen sprangen.
Auch Frank Schaefer und Jörg Jakobs ließen es sich nicht nehmen, beim ersten Training dabei zu sein. Allerdings beobachteten sie das Geschehen lieber aus dem Hintergrund. So hatten sie beste Sicht darauf, wie sich die Profis beim anschließenden Spiel sechs gegen zwei schlugen und Torwarttrainer Alexander Bade den drei Keepern Timo Horn, Thomas Kessler und Marcel Schuhen mit präzisen Schüssen einiges abverlangte.
Im abschließenden Trainingsspiel waren nicht nur die 22 Spieler mit vollem Einsatz bei der Sache. Auch Stanislawski machte laut und deutlich klar, was er von seinen Jungs erwartet. Anweisungen wie „schneller Spielen“ oder „weniger hohe Bälle“ schallten durch das Stadion. Die drei Neuzugänge mischten munter mit und ließen immer wieder ihr Können aufblitzen. Aber auch die zahlreichen Nachwuchskräfte wie Reinhold Yabo oder Lukas Kübler zeigten, dass mit ihnen durchaus zu rechnen ist.
Eineinhalb Stunden und zahlreiche Autogramm- und Fotowünsche später war der erste Arbeitstag für die FC-Profis auch schon wieder zu Ende. Am Wochenende stehen noch einige Gesundheits- und Leistungsdiagnostik-Tests auf dem Programm, bevor es am Montag zum ersten Trainingslager ins niedersächsische Herzlake geht.
(Erstellt am 15. Juni 2012 - 19:32 Uhr; aktualisiert 30. Juli 2012 - 14:20 Uhr)
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