Gewusel auf dem Platz
FC-Saisoneröffnung: 100 Kinder jagen 11 Profis
Zu einem großen Gewusel kam es bei der Saisoneröffnung des 1. FC Köln im Rheinenergie-Stadion: In einem Spiel 100 gegen 11 trennten sich FC-Profis und 100 Kinder 2:2-Unentschieden. Darüber hinaus gab's für 15.000 Fans Autogramme, Musik und reichlich Unterhaltung in Rot-Weiß.
Bildergalerie: Saisoneröffnung des 1. FC Köln
Viel Zeit mussten die Fußballfans mitbringen, die ein Autogramm von Lukas Podolski ihr Eigen nennen wollten: Fast 200 Meter lang war die Schlange vor dem Tisch, an dem Publikumsliebling Podolski, Kevin Pezzoni, Christian Clemens und Mark Uth Autogrammkarten mit ihrer Unterschrift versahen. Wie gut, dass Fabian und Marcel Sawatzki sich bereits um 13 Uhr angestellt hatten - so gehörten sie mit zu den ersten, die fast zwei Stunden später gegen 15 Uhr die begehrten Namenzüge ergatterten.
Außer den beiden Arnsbergern waren am Sonntag etwa 15.000 weitere FC-Fans zur Saisoneröffnung ins Rheinenergie-Stadion gepilgert und belagerten die neun Autogrammstände, an denen von Trainer Zvonimir Soldo bis hin zu Neuzugang Andrézinho sich die Finger wund schrieben. Zuvor waren die FC-Profis einer nach dem anderen unter dem Jubel der Fans auf den heiligen Rasen des FC-Stadions eingelaufen. Die WM-Fahrer Podolski, Milivoje Novakovic und Miso Brecko bedachten die Anhänger mit besonderem Applaus.
Tohuwabohu auf dem Platz - 100 Kinder gegen 11 Profis
100 Kinder hatten das große Los gezogen und hielten mit den Geißbockprofis eine Trainingseinheit auf dem Stadionrasen ab. Doppelpass mit Podolski und Novakovic, Fitnesstipps von Konditionstrainer Cem Bagci und Dribblings mit Kapitän Youssef Mohamad - die Kids in ihren weißen Shirts waren kaum zu bremsen. Wer Glück hatte, überlistete sogar Faryd Mondragon und versenkte den Ball im Tornetz.
Wie es sich für eine richtige Trainingseinheit gehört, wurde zum Abschluss gespielt, und zwar 100 gegen 11. Inmitten eines Meers aus Weiß, das dem Ball nachjagte, waren die FC-Profis in ihren roten Trikots kaum auszumachen. Selbst Schiedsrichter Walter Eschweiler hatte Schwierigkeiten, die Übersicht zu behalten: Bei der Ermittlung der Torschützen des 100er Teams scheiterte er. Zum Glück war dies nicht entscheidend, trennten sich die beiden Mannschaften doch mit einem ausgeglichenen 2:2-Unentschieden.
Spaß an dem Gewusel hatten sowohl die Profis als auch die Kids: "Ich fand's gut", stellte Melina Neck nach dem Abpfiff fest. Die elfjährige Kölnerin wäre in dem Durcheinander auf dem Platz sogar fast zu einem echten Zeikampf gekommen, "ich weiß aber nicht mehr, gegen wen", so der Mondragon-Fan. Nach dem Abpfiff umringten die Kinder ihre Trainingspartner, die gutgelaunt und lachend ihre Autogramme auf Poster, Bälle und Trikots schrieben.
(Erstellt am 8. August 2010 - 18:18 Uhr; aktualisiert 5. Juli 2011 - 9:53 Uhr)
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