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Erst Podolski, dann Ronaldo

FC-Fans gründen Poldi-Rückhol-Verein

"Wenn man Angst hat, dass einen die nächste Welle umwirft, wenn man alles nur kritisch sieht, wird man auch nie über das Meer segeln können." Bernd Schnitter greift zu Aphorismen, wenn er mit den Stimmen konfrontiert wird, die die Möglichkeit der Rückkehr von Lukas Podolski zum 1. FC Köln eher kritisch sehen. "Poldolski ist ein erstklassiger Spieler, der dem FC auf alle Fälle helfen wird, erstklassig zu bleiben", sagt Schnitter.

Mit anderen FC-Anhängern gründete Schnitter zum Sessionsbeginn am 11.11. den gemeinnützigen Verein "comPoldicom" - einen "Verein, der zum einzigen Ziel hat, Lukas Podolski nach Köln zu holen". So steht es in der Satzung.

Seit Wochen geistern immer ähnliche Statements durch die Medien: Köln will Podolski und ist gesprächsbereit, Podolski will zurück zu seinem Ex-Club, Bayern will den Stürmer erst nicht abgeben, dann eventuell, wenn man geeigneten Ersatz finde. Genug der Worte dachten sich Schnitter und Co. "Wir wollten handeln und nicht nur reden", erklärt Schnitter, der immer wieder das Wort "Kultbewegung" benutzt. Dazu solle "comPoldicom" nämlich bald werden.

"Der Verein verfolgt den Zweck, den Profifußballspieler Lukas Podolski zum 1. FC Köln zu holen, einzukaufen oder zu vermitteln", heißt es in der Satzung der Poldi-Rückhol-Initiative. "Zu diesem Zweck soll durch den Verein medienwirksam gearbeitet werden und Kapital gesammelt werden. Der Zweck ist, Sponsoren und Investoren zu finden."

Schnitter und sein Team ließen bereits 30.000 Flyer drucken, verteilten diese vor Heimspielen am Stadion und bei Auswärtsspielen in Kölner Kneipen an Fans. "Es ist eine Bewegung entstanden. Wir werden mit unserer Aktion bereits erkannt", freut sich Schnitter, der mit einigen Mitglieder auch am Sonntag beim Spiel gegen den HSV wieder vor dem Stadion mit seinem Verein präsent sein will.

"comPoldicom" im Karneval

Weitere Aktionen sind geplant: Auf der Website werden Merchandising-Produkte angekündigt, wenn es nach dem "comPoldicom"-Team geht, soll auch bei Karnevalssitzungen gesammelt werden. Viele Gespräche warten diesbezüglich auf Schnitter und Co. Überhaupt bestehe der Verein sehr auf die Verknüpfung mit dem Kölner Karneval: Der Verein wurde am 11.11. von elf Mitglieder gegründet - Schnitter: "Elf Spieler stehen auf dem Platz, mindestens noch einmal elf gehören zum Team." Elf Euro beträgt der niedrigste Jahresbeitrag.

Und Schnitter kennt weitere Paralellen zum Karneval: harte Vorbereitung und viel Spaß. "Es gibt schließlich ja keine Garantie dafür, dass wir Lukas Podolski wirklich zum 1. FC Köln zurückholen werden", sagt Schnitter und fügt hinzu: "Wenn aber alle nur zögern, entsteht nichts. Wir wollen mit dieser Aktion Spaß machen und Außenwirkung erzeugen."

Mit den FC-Verantwortlichen habe der "comPoldicom"-Verein noch keinen Kontakt aufgenommen. Man wolle keine Unruhe beim FC stiften, niemand in Verlegenheit bringen und zu Aussagen zwingen. Das gesammelte Geld solle zum Einsatz kommen, wenn der 1. FC Köln die Ablösesumme alleine nicht stemmen kann. Sollte der FC das Geld nicht brauchen oder ablehnen, wird es in den Kölner Jugendfußball fließen. So sieht es die Satzung der Initiative vor.

Was ist wenn Lukas Podolski zurück zum FC kommt und noch Geld des Fan-Vereins übrig ist? Auch über dieser Frage hat man sich bereits Gedanken gemacht. "Ronaldo und Diego - warum nicht? Gute Ergänzungsspieler kann der 1. FC Köln immer gebrauchen", schreiben Schnitter und sein Team auf der Website. Soweit der Spaßfaktor der Iniative. "Weitermachen und nie aufgeben" - das ist andererseits das Motto der Iniative, die sein Vorsitzender unter anderem als 50-Kilometer-Ultraläufer vorlebt. Wie ernst es der Poldi-Rückhol-Verein wirklich meint, wird die Zeit zeigen. (sar)

(Erstellt am 3. Dezember 2008 - 13:58 Uhr; aktualisiert 4. Dezember 2008 - 11:37 Uhr)


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Kommentare

Ich finde das der Lucas

Ich finde dass der Lucas schon seinen Weg machen sollte ohne zurück zu kommen.Der Spielerbeobachter des 1.FC sollte nur mal richtig hinsehen,da ist jede Menge gutes auf dem Markt..

Übriegens:Deutscher Meister werden wir sowieso nicht und Absteigen tun wir auch nicht.Warum also nervös werden..

MfG mecky4711Laughing

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