Nach Angriff auf Polizisten
Amtsgericht spricht FC-Ultras frei
Das Kölner Amtsgericht hat am Mittwoch zwei Mitglieder der Kölner Ultra-Gruppierung "Wilde Horde" vom Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung freigesprochen.
Wie ein
Gerichtssprecher sagte, habe man den beiden 21-Jährigen die
Beteiligung an einem brutalen Angriff auf zwei Polizisten und einen
Stadionmitarbeiter nicht nachweisen können. Trotz einer Vielzahl von
Zeugen seien die beiden jungen Männer vor Gericht nicht eindeutig
identifiziert worden.
Die beiden betroffenen Polizisten und der Mitarbeiter der Kölner Sportstätten GmbH waren nach dem 3:2 Sieg des 1. FC Köln im Februar 2011 gegen den FC Bayern München am Rande des Kölner Stadions angegriffen und zum Teil schwer verletzt worden.
In unmittelbarer Nähe des Geschehens waren anschließend die beiden jungen Männer festgenommen worden. Sie waren in der Vergangenheit bereits mehrfach durch Krawalle am Rande von FC-Spielen aufgefallen.
FC-Präsident Spinner äußert Unverständnis
FC-Präsident Werner Spinner akzeptiert das Urteil, äußert sich auf der Vereinswebsite aber kritisch: "Dennoch bleibt es unverständlich, dass die Tat auch anderthalb Jahre nach dem Vorfall vor Gericht ungesühnt bleibt. Es tut mir insbesondere für die Opfer leid, dass bislang kein Täter verurteilt werden konnte."
Er verurteilte die Attacke auf die Polizisten und den Sportstättenmitarbeiter scharf. "Wer die Bühne des Fußballs missbraucht, um ohne ersichtlichen Grund Polizeibeamte und Stadionmitarbeiter derart brutal zu attackieren, ist für mich kein Fußballfan, sondern ein Gewalttäter", so Spinner weiter. (dapd-nrw, dpa, hl).
(Erstellt am 4. Juli 2012 - 18:07 Uhr; aktualisiert 5. Juli 2012 - 9:59 Uhr)
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