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Kölns Auftaktgegner Arsenal im Porträt

Wengers Denkmal bröckelt

Das Abenteuer Europa kann für den 1. FC Köln beginnen. Gleich das erste Spiel der Gruppenphase in dieser Saison hat es in sich. Die Elf von Peter Stöger gastiert am Donnerstagabend ab 21:05 Uhr beim ruhmreichen FC Arsenal in London. Die "Gunners" dürften neben dem AC Mailand der ruhmreichste Club sein, der an diesjährigen Europa-League-Saison teilnimmt.

Von Tobias Gonscherowski

Kenner des internationalen Fußballs schnalzen mit der Zunge, wenn es um Arsenal London geht. Der Verein steht seit zwei Jahrzehnten für technisch höchst anspruchsvollen und temporeichen Angriffsfußball. Und er ist seit vielen Jahren auch eine gute Adresse für deutsche Fußballstars. 2003 wechselte beispielsweise der exzentrische Torhüter Jens Lehmann auf die Insel, ihm folgten Per Mertesacker, Mesut Özil, Shkodran Mustafi und nicht zuletzt auch Lukas Podolski.

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"Der Verein hat schon einmal die gleichen Farben wie der FC", witzelte "Prinz Poldi" vor fünf Jahren als er seinen Wechsel zu Arsenal bekannt gab. "Sie haben einen sehr guten Trainer. Der Verein war nie in Negativschlagzeilen und spielt einen sehr guten Fußball. Er hat ein tolles Stadion und tolle Fans. Ich glaube, das passt alles gut zu mir und hoffe, dass ich mit Arsenal Titel gewinnen kann."

"Arsene knows" - nun nicht mehr

Das alles gilt auch heute noch für den jeweils 13-maligen englischen Meister und Pokalsieger. Podolski kickte von 2012 bis Anfang 2015 zweieinhalb Jahre für den Hauptstadtclub und schoss in 60 Liga-Spielen 19 Treffer. Höhepunkt seines Schaffens in England war der Pokalsieg 2015. Von 1998 bis 2017 spielte Arsenal ohne Unterbrechung in der Champions League, 2006 erreichte der Verein das Endspiel, das gegen den FC Barcelona 1:2 verloren wurde.

Seit Oktober 1996 wird der FC Arsenal von Arsene Wenger trainiert, länger ist im internationalen Spitzenfußball niemand im Amt. Jahr(zehnt)elang war der inzwischen 67-jährige Coach unantastbar. Die Fans lagen ihm zu Füßen, sein Wort galt. "Arsene knows" war ein geflügeltes Wort, das jenes grenzenlose Vertrauen widerspiegelte, dass ihm die Anhänger entgegen brachten. Das hat sich inzwischen geändert. Der Trainer, der drei Meisterschaften und sechs Pokalsiege mit Arsenal feierte, ist nicht mehr unantastbar, das Verpassen der Champions League in dieser Spielzeit gilt als Makel. Sein Denkmal bröckelt.

Nur wenig Interesse an Europa League

Was ist von Kölns erstem Gruppengegner zu erwarten? Nehmen die Engländer den Wettbewerb an und wollen sie ihn gewinnen? Diese Frage ist nicht unbegründet, da englische Topclubs wie die Tottenham Hotspurs oder Manchester United in der jüngeren Vergangenheit wenig Interesse an der Europa League zeigten und eher widerwillig teilnahmen. ManU stolperte im letzten Jahr vor allem auswärts eher lustlos durch die Gruppenphase und wurde hinter Feyenoord nur Zweiter. Die Mannschaft war letztlich aber einfach zu gut besetzt, um sich dann doch den Titel zu sichern, der zur Teilnahme an der Champions League berechtigt. Über die Premier League hätte es United nicht geschafft.

Bei Arsenal ist die Ausgangslage ähnlich. Eigentlich ist die Europa Leage nach dem Selbstverständnis des Vereins unter seiner Würde. Doch ein Platz in den Top 4 auf der Insel ist nicht mehr sicher, auch der Saisonstart misslang mit Platz 11 nach vier Spieltagen. Über die Klasse und den Kader der Mannschaft gibt es dennoch keine Zweifel: Die Truppe ist gespickt mit internationalen Topstars, angefangen bei Petr Czech im Tor, dem deutschen Weltmeistertrio Mertesacker, Özil und Mustafi, dazu Granit Xhaka und den Topstürmern Olivier Giroud und vor allem Alexis Sanchez.

Kommt diese Mannschaft ins Rollen, kann es für den Effzeh böse enden. "Wenn wir es aber schaffen, ein paar Fragezeichen in ihren Kopf zu kriegen, dann kann man ihnen Schwierigkeiten bereiten", glaubt FC-Manager Jörg Schmadtke im Interview mit dem Kicker trotzdem an eine Chance. "Wir müssen kompakt sein, sie zum Stehen bringen, die Reihen geschlossen halten und unser Umschaltspiel einbringen. Wichtig ist, dass wir dafür sorgen, dass sie ihr Tempo nicht ausspielen können. Dann können wir Arsenal wehtun."

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