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FC-Fehlstart

Stanislawski: "Ich werde nicht mit der Streitaxt draufhauen"

Aue (dpa) - Ein Tor, ein Punkt, null Siege, Abstiegsplatz 17: Für Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln ist der schlechteste Saisonstart der Vereinsgeschichte im deutschen Fußball-Unterhaus perfekt.

Mit dem unerwarteten 0:2 beim FC Erzgebirge Aue stürzte der Club schon nach drei Spielen in eine kleine Krise, doch Trainer Holger Stanislawski stellte sich demonstrativ vor sein Team. «Ich werde jetzt nicht kommen und mit der Streitaxt draufhauen. Wir müssen es besser machen, das steht außer Frage, aber dabei werde ich den Jungs helfen», sagte der 42-Jährige, der vor dieser Saison nach Köln gekommen war.

Zumindest in finanzieller Hinsicht hat der Club womöglich kurzfristig Spielraum. Der aussortierte Torwart Michael Rensing steht kurz vor einem Wechsel zu Bayer Leverkusen, damit wäre einer der teuersten Spieler von der Gehaltsliste. «Ob wir jetzt auf dem Transfermarkt tätig werden, steht nicht im Mittelpunkt», betonte Stanislawski jedoch.

Während sich die Vereinsbosse um den Transfer von Rensing kümmern, muss der Trainer vor allem in der Defensive und der Chancenverwertung an Verbesserungen arbeiten lassen. Vor 10 050 Zuschauern unterliefen der Kölner Abwehr beim 0:1 durch Fabian Müller (8. Minute) und 0:2 durch Halil Savran (55.) einfache Fehler. «Das war das erste Mal, dass wir die Tore so leicht hergegeben haben. Mit unseren eigenen Chancen dürfen wir nicht so sorglos umgehen», kritisiert der Coach.

Gut möglich, dass am Freitag gegen Energie Cottbus die Innenverteidigung umgebildet wird. «Es gibt einige, die diese Position spielen können», erklärte der Kölner Coach. Allerdings empfahl sich Routinier Kevin McKenna, der bereits in der 34. Minute für den rot-gefährdeten Kevin Pezzoni auf den Platz kam, ebenso wenig für die Stammelf.

Angesichts des Fehlstarts nahm Stanislawski seine Profis in die Pflicht. «Druck hast du immer. Der darf dich nicht aus der Bahn werfen, sondern muss positiv sein und dich beflügeln, um besser zu werden», erklärte der Trainer. Dabei hofft er, dass die Torflaute bald ein Ende hat. «Irgendwann wird mal einer reinrutschen, wahrscheinlich die schlechteste Chance, die wir überhaupt haben», mutmaßte der Coach, der die volle Rückendeckung von FC-Präsident Werner Spinner genießt.

Dieser forderte am Tag nach der Pleite via FC-Homepage angesichts des großen Umbruchs im Team Geduld. «Was wir beim FC vorhaben, kann nicht über Nacht gelingen. In dieser Saison wächst eine komplett neue Mannschaft unter der Führung von Holger Stanislawski zusammen», sagte Spinner am Dienstag. Die mitgereisten Kölner Fans lobte der Clubchef für ihr Verhalten. «Die Atmosphäre in Aue war gut, auch nach der Niederlage. Fans und Mannschaft stehen zusammen.»

(Erstellt am 28. August 2012 - 13:28 Uhr; aktualisiert 28. August 2012 - 13:38 Uhr)


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Kommentare

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Ich verstehe die Argumentation nicht! Man zahlt doch nicht Geld dafür, dass sein Verein gewinnt, sondern dass man sich das Spiel ansehen darf. So wie beim Kino oder bei einem Konzert! Das ist einfach nur Unterhaltung, sonst nichts! Die Spieler sind dir doch keinen Sieg schuldig, nur weil du Eintritt zahlst!

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Sie haben recht, aber für den Eintritt würde ich auch gerne "Fußball" sehen. Das sieht man beim FC zurzeit nicht. Und 40,--€ sind für die 2. Liga zuviel.

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Man kann auch gute Sitzplatzkarten bekommen die billiger sind , aber man muß ja wahrscheinlich West oder Ost sitzen ;-) selber Schuld !!!

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