Gladbach unaufhaltsam
Solbakken: "Beste Mannschaft"
Köln (dpa) - Der Borussen-Express rollt unaufhaltsam durch die Liga und begeistert sogar die Gegner. «Wir haben gegen die zur Zeit beste Mannschaft in der Liga verloren», sagte Kölns Trainer Stale Solbakken nach der ernüchternden 0:3 (0:2)-Pleite im rheinischen Derby gegen Borussia Mönchengladbach.
Mit 29 Punkten hat sich die Elf vom Niederrhein in der Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga festgesetzt und ist in dieser Verfassung ein ernsthafter Kandidat für einen internationalen Startplatz. «Darüber zu sprechen, ist unseriös. Wir wissen, wo wir herkommen und müssen am Boden bleiben», sagte Trainer Lucien Favre, der in seinem 30. Pflichtspiel mit Borussia den 18. Sieg bejubeln konnte. Abwehrchef Dante kann den Höhenflug mit dem Team, das schon mit einem Bein in der 2. Liga stand, kaum fassen. «Ich glaube auch die Leute wissen nicht, was im Moment mit uns passiert», sagte der Brasilianer.
Matchwinner und Mann des Abends war aber diesmal nicht Torjäger Reus, sondern «Spielmacher» Mike Hanke. Mit seinen beiden Treffern (20./47.) ebnete er den Weg zum vierten Auswärtssieg und beendet nach 1037 torlosen Minuten seine Flaute. «Diese Minuten waren mir völlig egal», sagte Hanke. «Ich habe auch in den letzten Spielen den Erfolg der Mannschaft genossen, da ist es völlig egal, wer die Tore macht.»
Zumindest war sein erster Treffer der «Türöffner» für die Gäste, die im 40. Derby in Köln den 22. Sieg einfuhren. Nach dem frühen Führungstreffer und dem verwandelten Freistoß von Juan Arango zehn Minuten später zum 2:0 war die Luft raus aus dem sonst so emotionsgeladenen Aufeinandertreffen der beiden Ex-Meister. Die Kölner fanden überhaupt keine Mittel mehr gegen die sattelfeste Gladbacher Deckung. «Derzeit ist es für den Gegner schwierig, gegen uns noch einmal zurückzukommen», meinte Reus.
Auch Favre, der Meister des Understatement, meinte immerhin, dass sein Team in einer blendenden Verfassung sei. «Wir spielen gut, auch offensiv. Die Mannschaft ist eine Einheit, da ist es schwer gegen uns eine Lücke zu finden», sagte der Schweizer.
Ganz andere Sorgen hat derzeit Kölns Trainer Solbakken. Durch den Spielausfall gegen Mainz ist seine Mannschaft in einer dreiwöchigen Wettkampfpause aus dem Rhythmus gekommen und musste auch diesmal wieder den Ausfall von insgesamt sieben Spielern verkraften. «Wir haben nach dem 0:1 das Selbstvertrauen verloren, danach war es ganz schwer für uns», befand der FC-Coach. Torhüter Michael Rensing konnte die Enttäuschung der Fans gut verstehen. «Man kann schlechte Tage haben und man kann auch verlieren, aber die Art und Weise wie wir aufgetreten sind, war nicht gut.»
(Erstellt am 26. November 2011 - 10:52 Uhr; aktualisiert 27. November 2011 - 17:43 Uhr)
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Kommentare
Alleine der Überschrift ist
Alleine der Überschrift ist schon nichts mehr entgegen zu setzen:
SOLKAKKEN
Ein Schelm, wer Böses dabei
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Ich bin kein Freund davon, bei Misserfolgen immer den Trainer zu feuern, aber wenn ich mir Favre und MG so anschaue...





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