FC-Coach sauer

Schluss mit lustig - Solbakken will hart durchgreifen

Trainer Stale Solbakkens Geduld mit den Profis des 1. FC Köln ist fast aufgebraucht: Jüngste Undiszipliniertheiten wie Lukas Podolskis Frust-Interview und die Alkoholfahrt von Miso Brecko will der Norweger nicht mehr dulden und in Zukunft hart durchgreifen.

«Ich bin nicht Trainer eines Kindergartens», sagte Solbakken im Kölner «Express». «Noch so eine Aktion - und es ist vorbei», kündigte der Norweger an. «Soll ich den Spielern demnächst Fußfesseln anlegen, um sie von zu Hause aus am Bildschirm zu kontrollieren?», wird der Chefcoach in der «Bild» zitiert.

«Ich habe euch Vertrauen entgegengebracht, aber einige haben es missbraucht», sagte er der «Kölnischen Rundschau». Und im Kölner «Stadt-Anzeiger» machte er klar, dass er den Spielern demnächst vorschreiben wolle, zu welcher Uhrzeit sie ins Bett gehen müssten. Er vertraue seinen Profis, aber «das hier ist nicht mehr lustig», ließ Solbakken wissen.

Reaktionen des Vereins ließen nicht lange auf sich warten: Podolski muss nach seiner harschen Kritik am Club ein gemeinnütziges Projekt unterstützen, der reumütige Brecko wird wegen «unprofessionellen Verhaltens in der Öffentlichkeit und wegen der Verletzung seiner Vorbildfunktion» bestraft.

Es gibt keine Zweifel: Am Geißbockheim im Kölner Grüngürtel nimmt die Unruhe zu. Die Mannschaft dümpelt vor dem Auftritt am Samstag beim 1. FC Nürnberg im unteren Mittelfeld der Tabelle, die Suche nach einem Nachfolger für den im November zurückgetretenen Präsidenten Wolfgang Overath zieht sich hin.

Verein zwischen Baum und Borke

Das ist die eine ungeklärte Personalie, die andere ist für die Weiterentwicklung der Kölner Profimannschaft noch elementarer: Was macht Podolski, bleibt er, geht er vor Ablauf seines Vertrags, der bis 30. Juni 2013 läuft? Aktuell wird eines offensichtlich: Der Verein befindet sich zwischen Baum und Borke, sportlich wie strukturell. Overaths einstige Visionen von einer Teilnahme am internationalen Geschäft lassen sich momentan nicht verwirklichen.

Die Leistungskurve der Kölner Profis stimmt bedenklich. Von den zurückliegenden sechs Bundesligaspielen gewannen sie nur eines (1:0 in Kaiserslautern), gestalteten eines remis (1:1 gegen Mainz), verloren aber vier, zuletzt am Sonntag nach einer schwachen Vorstellung 0:1 gegen den Hamburger SV. Dem Auftritt beim «Club» kommt richtungsweisende Bedeutung zu: Der Abstand auf den ersten direkten Abstiegsplatz beträgt lediglich sechs Punkte. (dpa)

 

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