• Home
  • Di, 12. Dez. 2017
  • Stadtplan
  • cologne.de
  • Branchen
  • KoelnMail
  • Experten

Christoph Daum im Interview

Schlecht spielen und trotzdem gewinnen, das fehlt dem FC

Am achten Spieltag muss der 1. FC Köln beim VfB Stuttgart ran. Christoph Daum kennt beide bestens, trainierte beide Klubs. Laut ihm muss für den FC jetzt ein Erfolgserlebnis her, er muss Konstanz finden und auch mal schlecht spielen und trotzem gewinnen. Im ausführlichen Interview mit koeln.de bewertet der 63-jährige Daum die Situation der beiden im unteren Tabellendrittel platzierten Vereine.

Von Tobias Gonscherowski

Herr Daum, Sie haben den 1. FC Köln und den VfB Stuttgart sehr erfolgreich trainiert. Jetzt befinden sich Ihre beiden Ex-Vereine im Tabellenkeller. Wie intensiv verfolgen Sie den Weg der beiden Clubs?

Sehr aufmerksam. Ich habe vom FC schon ein Spiel live im Stadion anschauen können. In Stuttgart war ich zu einer Veranstaltung eingeladen und habe auch eine Partie des VfB verfolgt. Insofern habe ich einen kleinen Einblick bei beiden Vereinen.

Wie bewerten Sie die aktuelle Lage?

Die Clubs sind in unterschiedlichen Situationen. Der VfB Stuttgart kann mit seinem Start in die Saison durchaus leben. Der 1. FC Köln ist hinter den eigenen Erwartungen geblieben. Dem FC fehlen vielleicht fünf Punkte, die man sich jetzt mühselig wieder an einer anderen Stelle zurückholen muss.

Jetzt trifft Köln auf Stuttgart. In Stuttgart haben die Kölner seit über 20 Jahren nicht mehr verloren. Spielt dieser Fakt in den Köpfen der Spieler eine Rolle? Oder ist das völlig nebensächlich?

Es spielt eine untergeordnete Rolle, weil auch jede Serie einmal im Positiven wie im Negativen zu Ende geht. Aber die positive Grundeinstellung, mit der du in das Spiel gehst, wird zusätzliche Kräfte freisetzen. Das ist wichtig. Die Spieler des 1. FC Köln müssen sich daran erinnern, dass sie dort schon öfter in schwierigen Situationen wichtige Punkte geholt haben. Wie ich schon gesagt habe, ist es wichtig, dass die Stimmung sich dreht und man nicht ins Spiel geht, um nicht zu verlieren. Dann wird es schwierig, aus dieser Abwärtsspirale herauszukommen. Insofern ist es im Vorfeld der Partie wichtig, dass man mit einer positiven Grundstimmung nach Stuttgart fährt. Das ändert aber nichts an der Schwere der Aufgabe.

Der 1. FC Köln hinkt als Schlusslicht der Tabelle hinterher. Sie haben als Trainer ähnliche Situationen vorgefunden und gemeistert. Wie kann ein Trainer der Mannschaft wieder Selbstvertrauen zurückgeben? Wo muss er ansetzen?

Das Wichtigste ist, dass man auf dem Platz Erfolgserlebnisse hat. Was ich vom FC so mitbekommen habe, hört sich sehr gut an. Die Mannschaft trainiert sehr gut, sie machen viele Dinge, die den Teamgeist und den Zusammenhalt betreffen, sehr gut. Aber diese ganzen Aktivitäten müssen sich auch in den entsprechenden Spielergebnissen widerspiegeln. Dann wird auch all das, was du investiert hast, bestätigt. Man muss ganz intensiv gezielt trainieren und die gemachten Fehler analysieren. Wenn man daran gezielt arbeitet, aber trotzdem immer wieder mit leeren Händen da steht, wird es zu einem Kopfproblem.

Wie löst man das?

Dem FC fehlt ein Spiel, in dem er mal nicht so gut spielt, aber er die drei Punkte mitnimmt. Dann wird der Knoten platzen. Die meisten Spieler der Mannschaft kennen sich schon sehr lange. Sie haben viele gemeinsame, tolle Erlebnisse gefeiert. In der vergangenen Saison ist die Mannschaft auch regelmäßig zusammen ausgegangen und hatte einen großen Zusammenhalt. Aufgrund des Spielplans und der internationalen Spiele hat die Mannschaft jetzt weniger Zeit, diese Teambuildingsmaßnahmen gemeinsam durchzuführen. Jetzt ist diese Negativserie auch eine Kopfsache, manche Spieler sind lieber mal für sich alleine, um die Dinge für sich selber aufzuarbeiten. Die Kölner brauchen das Erfolgserlebnis. Peter Stöger macht eine ausgezeichnete Arbeit. Er hat sich in den letzten Monaten in keinster Weise in seiner Arbeit verändert. Bei den Spielern kommen bald einige von Verletzungen wieder zurück. Sie müssen aber erst wieder ihre Form finden. Andere Spieler, die in der letzten Saison Leistungsträger waren, haben noch nicht ihre konstante Form gefunden. (Foto: imago/MIS)

 Weiterlesen: Daum über "Panikkäufe" und Klassenerhalt

Onlinespiele

teaser_big_bubbles.jpg
Schießen Sie Ihre Bubbles auf mindestens zwei gleichfarbige Blasen und bringen Sie diese zum Platzen. Achtung! Suchtgefahr!   Jetzt Bubbles spielen!
spiele_exchange_classic_screensh_600.jpg
Bilden Sie Reihen aus mindestens drei Steinen. Wenn Sie es schaffen, vier oder fünf Steine miteinander zu kombinieren, bekommen Sie mächtige Bonussteine!  Jetzt Exchange Classic spielen
spiele_mahjong-koelsch-foto_225.jpg
Mahjong op kölsche Aat - können Sie alle Steine entfernen? Mit Dom, Rhein, Karneval und Halver Hahn.  Mahjong spielen