FC auswärts in Cottbus

Kranker FC-Trainer setzt auf gesunde, stabile Defensive

Am Samstag ist der 1. FC Köln bei Energie Cottbus gefordert. Dabei steht erstmals auch Neuzugang Bruno Nascimento im Kader. Stanislawski hat Respekt vor dem Tabellenfünften und setzt daher auf eine stabile Defensive.

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Von Cora Finner 

Mit gläsernem Blick und Fieber empfing FC-Trainer Holger Stanislawski am Freitag die Journalisten zur Spieltagspressekonferenz vor der Partie bei Energie Cottbus (Samstag, 13 Uhr). „Ich fühle mich, als hätte man mich mit der Abrissbirne bearbeitet“, stöhnte der Hamburger. „Alles ist ein bisschen schwerer und anstrengender als sonst.“ Dennoch will der Coach, der das Abschlusstraining vorsorglich seinen Assistenten überlassen hatte, die Reise in den Osten unbedingt mit antreten. Dafür lässt er sich sogar mit regelmäßigen Infusionen aufpäppeln, wie er verriet. 

In Cottbus heißt es für ihn dann: warm anziehen. „Da soll es momentan ziemlich verschneit sein“, so Stanislawski. „Daher stellen wir uns auch auf widrige Platzverhältnisse ein.“ Doch der Rasen ist nicht das einzige, was dem Trainer Kopfzerbrechen bereitet. Auch vor der Cottbuser Mannschaft hat Stani gehörigen Respekt. „Das ist ein sehr erfahrenes Team, das gerade vorne sehr gut besetzt ist. Für mich stehen sie zu Recht da oben“, lobte der Coach den Tabellenfünften, der zuletzt jedoch etwas kriselte. 

„Das Gerede vom Endspiel ist Blödsinn“ 

Will Köln also weiter oben dran bleiben, sollte man in Cottbus möglichst etwas Zählbares mitnehmen – von einem "Endspiel" will Stanislawski allerdings nichts wissen: „Das Gerede ist doch Blödsinn. Wir haben noch genug Spiele zu spielen.“ Dennoch sei das Ziel natürlich ein Sieg. Und um diesen gegen Cottbus zu ermöglichen, denkt der 43-Jährige auch über eine veränderte Startaufstellung nach. „Das wird ein ganz anderes Spiel als gegen Aue. Diesmal brauchen wir vor allem eine stabile Defensive“, sagte Stanislawski, ohne sich auf einzelne Namen festlegen zu wollen. 

Eine weitere Alternative in der Innenverteidigung hat der Coach mit Neuzugang Bruno Nascimento, der am Freitag mit dem Team in Richtung Osten aufgebrochen ist. „Es gefällt uns sehr gut, wie sich der Junge im Training präsentiert“, schwärmte der angeschlagene Stanislawski, der froh war, dass seine Spieler bislang von dem Infekt verschont geblieben sind. „Die sind jung und haben so viele Abwehrkräfte, da haut die auch ein kranker Trainer nicht so schnell um“, scherzte er. 

Erst Cottbus, dann Karneval 

Dann wird der Coach aber wieder ernst. Denn trotz des Sieges vergangene Woche gegen Aue gibt es für ihn keinen Grund zur Euphorie. „Wir müssen morgen einiges besser machen. Vor allem aber müssen wir immer weiter mutig nach vorne spielen“, forderte Stanislawski, "ein bisschen den Gang rausnehmen funktioniert nicht.“ 

Nach dem Spiel heißt es dann aber auch für die FC-Profis erstmal Kölle Alaaf statt hartem Training – und das unabhängig vom Ergebnis, wie der 43-Jährige erklärte. „Karneval gehört zu Köln wie der Dom und der Rhein. Daher dürfen die Jungs an Rosenmontag auch an den Umzügen teilnehmen.“ Drei Tage „Karnevalsfrei“ gebe es für die Spieler aber nicht, betonte der Coach. „Am Dienstag wird nachmittags ganz normal trainiert.“ Und dann hoffentlich auch wieder mit einem gesunden Stanislawski. 

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