Interview mit Daniel Royer
"Das beste FC-Spiel der Saison"
Es ist schon einige Zeit her, dass den Zuschauern im RheinEnergieStadion ein derartiges Fußballspektakel geboten wurde, wie es der 1. FC Köln und der 1. FC Kaiserslautern bei Dauernieselregen inszenierten. Nach 90 aufregenden Minuten und einem „geilen Spiel“ (FC-Trainer Holger Stanislawski) trennten sich die beiden Bundesliga-Absteiger 3:3.Der FC bestätigte mit dem fünften Spiel ohne Niederlage in Serie seinen Aufwärtstrend, die Gäste untermauerten ihre Aufstiegsambitionen. Neben Adil Chihi und Christian Clemens gehörte auch der Österreicher Daniel Royer zu den Kölner Torschützen. Für den 25-Jährigen war es sein erster Treffer im Geißbock-Trikot. Er stellte sich nach dem Topspiel zum Interview.
Daniel Royer, Glückwunsch zu einem tollen Fußballspiel. Wie haben Sie die Partie gesehen?
Das waren 90 Minuten Leidenschaft pur. Man hat gesehen, dass beide Mannschaften das Spiel gewinnen wollten. Wir haben gekämpft bis zum Umfallen. Leider hat es aber nicht ganz zum Sieg gereicht.
Wie konnte sich ein derart leidenschaftliches Spiel entwickeln?
Kaiserslautern hat sich auf keinen Fall versteckt, hat die Torchancen gesucht und auch gefunden. Und wir haben selbst auch spielerisch eine Schippe draufgelegt.
Wie bitter war dann der späte Ausgleich der Pfälzer?
Der war sehr bitter. Aber so ist der Fußball. Ein Sieg wäre wunderbar gewesen. Leider hat der FCK kurz vor Schluss noch ein Tor gemacht. Wir waren leider nicht über 90 Minuten ganz konzentriert. Das muss im nächsten Spiel besser werden.
Was bedeutet Ihnen Ihr erster Treffer im Geißbock-Trikot?
Ich habe schon lange darauf gewartet und hatte vorher schon einige Möglichkeiten, die ich leider nicht nutzen konnte. Einmal habe ich die Latte getroffen, ein anderes Mal wurde mein Schuss auf der Torlinie geklärt. Jetzt hat es endlich geklappt. Umso emotionaler war heute auch der Torjubel.
Haben Sie den Eindruck, dass der FC jetzt so langsam in der 2. Liga angekommen ist und ins Rollen kommt?
Man kann schon einen Aufwärtstrend erkennen, auch wenn das Spiel in Regensburg nicht so gelaufen ist, wie wir uns das im spielerischen Sinne vorgestellt hatten. Das Ergebnis war okay. Ich denke, dass gegen Kaiserslautern zu sehen war, dass jeder will und jeder kämpft. Wir haben fußballerisch auch etwas drauf. Das muss jetzt aber auch in den nächsten Spielen so weitergehen.
War das Spiel gegen Kaiserslautern bislang das beste Saisonspiel des FC?
Das kann man schon so sagen. Aber wenn wir gewonnen hätten, würde ich das natürlich besonders unterstreichen.
Am Anfang der Saison hatte der FC das Problem, dass die Mannschaft das Tor nicht traf. Die Abschlussschwäche dürfte im Moment nicht mehr das Problem sein?
Ja, in den letzten Spielen sieht das so aus. Es war aber auch nie das Problem, dass wir keine Torchancen herausgespielt hätten. Das haben wir immer. Aber wir konnten sie nicht nutzen und waren zu uneffektiv. Jetzt kann man da sicher einen Aufwärtstrend erkennen. Wir haben in den letztenn Spiele gesehen, dass wir immer getroffen haben. Das gibt der Mannschaft natürlich Selbstvertrauen.
Schauen Sie jetzt in der Tabelle nach fünf Spielen ohne Niederlage eher nach oben?
Wir schauen gar nicht so sehr auf die Tabelle. Wir gucken, dass wir unseren Fußball auf den Rasen bringen und die notwendigen Punkte einfahren. Der Rest kommt dann von alleine.
Aufgezeichnet von Tobias Gonscherowski
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(Erstellt am 27. Oktober 2012 - 20:28 Uhr; aktualisiert 30. Oktober 2012 - 9:38 Uhr)
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