Erstes Saisonheimspiel
FC baut gegen Sandhausen auf eigene Stärke
Zum ersten Heimspiel der Saison empfängt der 1. FC Köln ein Greenhorn vor magerer Kulisse: Nach einem DFB-Urteil dürfen die Partie gegen den Aufsteiger Sandhausen nur bis zu 27.500 Zuschauer sehen. Gegen den Liganeuling baut der FC vor allem auf die eigene Stärke.
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Nach dem Fehlstart des 1. FC Köln mit einer 0:1-Niederlage gegen Eintracht Braunschweig soll es im ersten Heimspiel der neuen Zweitligasaison nach dem Abstieg ganz anders werden. Der Gegner, gegen den dies am Freitagabend im Rheinenergie-Stadion (18 Uhr) gelingen soll, ist der SV Sandhausen, ein unbeschriebenes Blatt in Sachen Bundesliga: Noch nie zuvor spielten die Sandhausener in einer solch hohen Spielklasse.
Südkurve diesmal ohne Fans
Dass FC-Trainer Holger Stanislawski mit dieser Situation, vor solch geringen Publikum zu spielen, nicht zufrieden ist, ist nicht weiter verwunderlich: "Nach dem Zuspruch im Spiel gegen Eintracht Braunschweig ist dies besonders ärgerlich", so Stanislawski am Tag vor der Partie. Denn trotz der Niederlage gegen die Niedersachsen hatten viele Fans und auch die Medien dem FC eine ordentliche Leistung bescheinigt. Damit weder FC noch Gäste eine Halbzeit lang auf eine leere Tribüne spielen müssen - der eigene Fanblock, die Sürdkurve, bleibt den Fans vorenthalten - dürfen die FC-Anhänger ihre Banner und Fahnen vor der Partie in der Kurve aufhängen.
Eine detaillierte Einschätzung des Gegners ist schwierig, viele Möglichkeiten des Beobachtens der Spielweise des Drittligaaufsteigers gab es nicht. "Klar hat sich jemand das Heimspiel der Sandhausener gegen den FSV Frankfurt angesehen vor Ort" so Stanislawski, aber dennoch gelte es im kommenden Spiel, "sich ganz auf sich selbst zu konzentrieren, auf die eigene Stärke zu bauen". Als nicht ganz ungefährlich schätzt der Coach die Sandhausener Standardsituationen ein, denn besonders dort hätten die Gäste mit ihren großen Spielern gute Chancen.
Angreifer besser bedienen
Auf mehr gute Chancen hofft Stanislawski diesmal im eigenen Spiel, besonders darauf, dass sein Team die Möglichkeiten zu Torchancen besser nutzt: "Aus den etwa 15 Torchancen, die wir gegen Braunschweig hatten, sind nur drei bis vier Torschüsse geworden", bemängelt der Trainer. Die Mannschaft müsse mehr dafür tun, dass die Angreifer öfter zum Abschluss kommen, denn schließlich sei es das Ziel, aus der Heimpremiere der Saison 2012/2013 drei Punkte zu holen.
Kevin McKenna wirkt dabei nicht mit: Der Innenverteidiger ist operiert worden, ihm wurde ein freier Gelenkkörper im rechten Sprunggelenk entfernt. Erst in etwa fünf bis sechs Wochen ist wieder mit McKenna zu rechnen. Auch Christian Clemens fehlt noch, nach seinem Innenbandanriss tastet er sich sich langsam heran und nimmt jetzt das Spiel mit dem Ball wieder auf. Tobias Strobl dagegen, der im Saisonauftakt nocht fehlte, ist wieder fit. Ob es aber für den Kader am Freitag reicht, ließ Stanislawski offen. (hl)
(Erstellt am 9. August 2012 - 8:34 Uhr; aktualisiert 13. August 2012 - 10:57 Uhr)
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