Fanauswüchse
Hoeneß stichelt gegen FC, dieser gibt Kontra
Der FC sei "ein katastrophales Beispiel dafür, wie Dinge eskalieren können", äußerte Bayern-Präsident Hoeneß in Bezug auf Probleme mit eigenen Fans. Man habe sich klar positioniert und "signifikante Fortschritte erzielt", weisen die Kölner Vorwürfe zurück.
Uli Hoeneß, Präsident des FC Bayern München, hat mal wieder ausgeteilt: Nicht nur, dass er Bundestrainer Joachim Löw aufforderte, mehr Härte zu zeigen und dem Deutschen Meister Borussia Dortmund Regionalität attestierte, auch der 1. FC Köln bekam sein Fett weg.
FC ist "katastrophales Beispiel"
Auf der "dmexco 2012", einer Kölner Leitmesse für digitale Wirtschaft, stellte er den Geißböcken am Mittwochabend ein schlechtes Urteil aus und führte das Beispiel Kevin Pezzoni an. Dieser hatte nach Fan-Anfeindungen und -Drohungen seinen Vertrag mit dem FC aufgelöst. Der FC sei "ein katastrophales Beispiel dafür, wie Dinge eskalieren können", so Hoeneß.
Mit genau solchen Auswüchsen müsse man sich als Verein herumschlagen, wenn man die Probleme in der Fanszene nicht rechtzeitig erkenne und darauf reagiere. Auch die Ausschreitungen am letzten Spieltag der Vorsaison zählt Hoeneß auf. Damals hatten FC-Fans in der Partie gegen die Bayern Pyrotechnik und Rauchbomben gezündet, es kam fast zum Spielabbruch.
Die Kritik Hoeneß' lässt der FC nicht auf sich sitzen: "Fußballdeutschland scheint derzeit Freude an der Kommentierung der Kölner Verhältnisse zu haben! Der FC hat sich seit Amtsantritt des neuen Vorstands klar positioniert und bereits signifikante Fortschritte erzielt. Diesen Weg werden wir auch konsequent weitergehen", kommentiert FC-Geschäftsführer Claus Horstmann Hoeneß' Äußerungen.
(Erstellt am 14. September 2012 - 9:36 Uhr; aktualisiert 14. September 2012 - 12:08 Uhr)
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