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Es läuft spitze

FC-Erfolge lassen Fans vom Titel träumen

Der 1. FC Köln siegte hochverdient 2:1 gegen schwache Gäste aus Ingolstadt. Es war viel los im Rheinenergie-Stadion, seit der FC Bayern-Verfolger Nummer eins ist: Neues Spielertänzchen und erste Meisterschalen - man wird doch wohl noch vom Titel träumen dürfen?

Von Tobias Gonscherowski

Das Ergebnis im Spiel 1. FC Köln gegen FC Ingolstadt 04 fiel mit 2:1 zwar knapp aus, doch der FC domninierte über weite Strecken fast nach Belieben. Und dennoch hatten die Kölner - völlig anders als noch in der vergangenen Saison - auch eine gehörige Portion Glück. Denn bei den drei spielentscheidenden Schlüsselszenen konnten sich die Domstädter beim schwachen Schiedsrichter Tobias Wels bedanken, der die Szenen immer zugunsten der Kölner auslegte.

Beim tollen Zuspiel von Yuya Osako stand Anthony Modeste vor seinem Treffer zum 1:0 in der 28. Minute minimal im Abseits. Das entlarvten zwar erst die Standbilder samt Hilfslinie im TV, aber es gibt auch Schiedsrichtergespanne, die dem Treffer die Anerkennung versagt hätten. Eine eklatatante Schiedsrichter-Fehlentscheidung lag dennoch nicht vor, da die Unparteiischen laut Regel bei engen Abseitsentscheidungen "im Zweifel für die Stürmer" pfeifen sollen. Trotzdem: Glück gehabt, FC.

Fortuna war im Bunde

Yuya Osako stand elf Minuten später erneut im Fokus, als ihm ein Ball an die Schulter sprang, er sich danach geschickt um seinen Gegenspieler Tobias Levels herumdrehte und von dem im Sechzehner zu Fall gebracht wurde. Das Foul war unstrittig, nur hätte der Schiri auch auf Handspiel Osako und Freistoß Ingolstadt entscheiden können. Wieder war Fortuna mit den Kölner im Bunde. Modeste traf per Elfmeter zum 2:0.

Danach versiebten die Rheinländer etliche Großchancen zur Vorentscheidung, bevor Dominique Heintz in der 71. Minute seinen Gegenspieler Matthew Leckie im Kölner Strafraum eindeutig foulte. Ein glasklarer Elfmeter, der den Ingolstädtern versagt blieb und die Gemüter hochkochen ließ. "Wir fühlen uns klar benachteiligt", wetterte der Schanzer Trainer Markus Kauczinski nicht ganz zu unrecht. "Am Ende waren andere höhere Mächte am Werk."

Das Gefühl der Ohnmacht

Dieses Gefühl der Ohnmacht kennen die Kölner noch allzu gut aus eigener Erfahrung aus der Vorsaison. Doch wenn es auf dem grünen Rasen einmal so richtig läuft - und das tut es derzeit ganz zweifellos beim Effzeh - dann kommt auch noch das Glück dazu. Die Mannschaft von Peter Stöger hat in ihrer Entwicklung die nächste Stufe genommen. Die Truppe ist seit Jahren zusammen und eingespielt, sie ist in dieser Saison zudem auch in der Lage, sich nicht nur defensiv weiterhin extrem stabil zu präsentieren, sondern auch offensiv brandgefährlich aufzutreten.

Anthony Modeste ist in der Form seines Lebens und trifft wie er will. Jetzt führt er sogar mit sieben Treffern in sieben Spielen die Torschützenliste vor den Superstars Pierre-Emerick Aubameyang und Robert Lewandowski an. "Ich hatte eine gute Vorbereitung und bin gut in Form", sagte der Franzose beim TV-Sender Sky nach dem Spiel. "Es läuft richtig gut, das genießen wir. Ich habe vor der Saison gesagt, dass ich mehr Tore als in der letzten Saison (15 Treffer, die Red.) schießen möchte."

Neuer Tanz und "Deutscher Meister FC" 

Wenn er so weiter macht, hat er dieses Ziel schon nach der Vorrunde erreicht. Und die Tore müssen dann natürlich - "Weil wir in diesem Jahr so viel Spaß in der Kabine haben" (Modeste) - auch angemessen gefeiert werden. So studierten Modeste und seine Mitspieler Konstantin Rausch, Simon Zoller, Leonardo Bittencourt und Marco Höger einen neuen Tanz ein, der nach dem 1:0 seine Welturaufführung erlebte.

"Es ist nichts Besonderes, sondern mehr ein Gag", erklärt Rausch. "Wir lachen sehr viel zusammen. Wenn dann mal ein Mannschaftskollege für die anderen keine Zeit hat und lieber was mit seiner Frau spielt, dann machen wir die Musik." Die Profis sind erfinderisch, die Zuschauer erst recht. Sie feierten den Frankfurter Ausgleich gegen die Bayern frenetisch und hatten schnell ausgerechnet, dass ihr FC nun nur noch zwei Punkte hinter dem Primus rangiert. "Deutscher Meister FC" war dann ihre logische Schlussfolgerung, die sie mit vielen mitgebrachten Pappmeisterschalen untermauerten.

Mit breiter Brust nach Berlin

"Das ist Köln, wir wissen damit umzugehen", lachte Timo Horn nach dem Abpfiff. "Der Kölner nimmt sich auch gerne mal selbst auf den Arm. Die Fans glauben schon an uns und wissen, dass in dieser Saison ein Tick mehr möglich ist als in der letzten. Von Meisterschaft, Champions League oder sonst irgend etwas sollten wir aber nicht reden. Darüber können wir dann am 30. Spieltag noch einmal quatschen."

Spielplan des 1. FC Köln in der Saison 2016/2017

Vor dem 30. Spieltag steht aber erst einmal der achte und das Auswärtsspiel beim Dritten Hertha BSC an. Die Kölner fahren "mit einer breiten Brust nach Berlin, weil wir lange nicht mehr verloren haben", so FC-Manager Jörg Schmadtke. "Andererseits aber auch mit Respekt vor einer ausgesprochen guten Mannschaft." Peter Stöger ergänzt: " Die Hertha ist eine kompakte, zweikampfstarke Mannschaft, die viel Raffinesse im Offensivspiel hat. Das wird eine schöne Aufgabe." Auf die fiebern die Kölner nun eine Woche hin. (Foto: imago/Horstmüller)

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