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Maroh verletzt

FC schlägt Arsenal und träumt vom Überwintern in Europa

Na sowas. Nach einer überragenden kämpferischen Leistung besiegte der 1. FC Köln in der Europa League Arsenal London mit 1:0. Damit kann die Mannschaft von Peter Stöger mit einem Dreier im abschließenden Gruppenspiel bei Roter Stern Belgrad den Einzug in die K.O.-Runde aus eigener Kraft perfekt machen.

Von Tobias Gonscherowski

"Wir sind eine echte Pokalmannschaft", scherzte der Trainer nach dem Abpfiff. In der Tat haben die Kölner die letzten drei Partien im DFB-Pokal und in der Europa League allesamt gewonnen. Während der FC in der Bundesliga abgeschlagen und sieglos am Tabellenende rangiert, zeigt er in den anderen Wettbewerben ein ganz anderes Gesicht.

"Wir haben aufopferungsvoll gekämpft und alles reingeworfen", freute sich der bärenstarke Keeper Timo Horn. "Das hat uns in den letzten Wochen vielleicht ein bisschen gefehlt. Den letzten Schritt zu machen, auch wenn man nicht mehr kann. Über den Schweinehund hinausgehen. Deswegen ein großes Kompliment an die Mannschaft. Das tut heute einfach gut, so einen Gegner ohne Gegentor bezwungen zu haben. Das kann uns ein Stück Selbstbewusstsein geben."

Kein Videobeweis - und endlich mal Glück

Auch wenn Arsenal nicht mit der ersten Garnitur auflief, spielten in der Mannschaft des englischen Topteams vor allem in der Offensive einige Hochkaräter mit. Doch endlich einmal hatten die Kölner in einigen Situationen das nötige Spielglück auf ihrer Seite. Und es gab keinen Videobeweis. Vielleicht hätte in einem normalen Bundesliga-Spiel der Videoassistent bei der spielentscheidenden Szene wieder einmal dazwischen gefunkt. In der Europa League gibt es ihn aber zur uneingeschränkten Freude der Kölner nicht.

So blieb es in der 62. Minute beim nicht unumstrittenen Elfmeter für Köln. Arsenal-Verteidiger Mathieu Debuchy hatte FC-Mittelstürmer Sehrou Guirassy leicht touchiert und zu Fall gebracht. Der Gefoulte selbst verwandelte den Strafstoß mit einem humorlosen, harten Schuss in die Tormitte. Der FC lag in Führung und brachte den Vorsprung nach einer halbstündigen Abwehrschlacht ohne nennenswerte Entlastung ins Ziel.

Als einziges Team noch im Europa League-Rennen

Damit haben die Rheinländer nun sechs Punkte auf der Habenseite und sind anders als die beiden anderen deutschen Europa-League-Starter aus Hoffenheim und Berlin, die bereits vorzeitig ausgeschieden sind, noch im Rennen. Gewinnt der FC sein letztes Gruppenspiel in Belgrad, aber auch nur dann, steht er in der Runde der letzten 32. Und das ist nun das erklärte Ziel.

"Es wäre großartig, wenn sich der 1. FC Köln für das Frühjahr im Europapokal qualifiziert, egal welche Auswirkungen das hat", betont Peter Stöger. "Wir haben in Belgrad ein Entscheidungsspiel. Viele haben gesagt, wir sollten das für die Meisterschaft abschenken. Aber damit kann ich nichts anfangen. Wir wollen weiterkommen." Das sehen die Spieler genauso.

"Ich freue mich riesig auf das Endspiel in Belgrad"

"Für ein Endspiel spielt jeder Fußballer", sagt Defensivmann Jannes Horn, der auf der Außenbahn begann und dann nach der Verletzung von Dominic Maroh ins Abwehrzentrum rückte. "Ich habe schon ein paar Videos vom Stadion in Belgrad gesehen, das soll auch geil sein. Wir freuen uns alle darauf." Namensvetter Timo Horn ergänzt: "Ich freue mich riesig auf das Endspiel in Belgrad in einem Stadion, das eine besondere Atmosphäre hat. Das haben wir uns erarbeitet. Wir sind überglücklich. Diese Abende wird man so schnell nicht vergessen, unabhängig von der Liga."

Für einen Moment konnten die Kölner die Tristesse des Bundesliga-Alltags verdrängen. Schon am Sonntag aber werden sie wieder gefordert sein. Gegen Hertha BSC bietet sich den Domstädtern die vielleicht schon letzte realistische Chance, noch einmal ernsthaft die Konkurrenz im Abstiegskampf zu attackieren. Wenn nicht gegen formschwache, auf Platz 14 abgerutschte Berliner, die man selbst schon aus dem Pokal geworfen hat und die sich nun auch noch aus Europa verabschiedet haben, wenn also nicht gegen diese Herthaner: Gegen wen soll dann überhaupt noch ein Sieg in der Bundesliga gelingen?

Allerdings pfeift der 1. FC Köln personell aus dem letzten Loch. Gegen Arsenal fehlten mit Jonas Hector, Dominique Heintz, Marcel Risse, Marco Höger, Simon Zoller, Leonardo Bittencourt, Christian Clemens und Tim Handwerker gleich acht Profis. Dazu dürfte sich noch Dominic Maroh gesellen, der gegen Arsenal mit Muskelproblemen nach 37 Minuten vom Platz humpelte. Peter Stöger muss gegen die Berliner mit ihren Topstürmern Vedad Ibisevic, Davi Selke und Salomon Kalou in der Innenverteidgung improvisieren. Vielleicht liegt aber gerade darin auch eine Chance.

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