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3:1 gegen Frankfurt

FC siegt dank "Geheimwaffe" Heintz und Supertalent Gerhardt

Der Aufwärtstrend des 1. FC Köln dauert an. Gegen Eintracht Frankfurt lieferte die Geißbockelf beim verdienten 3:1-Heimsieg erneut eine starke Vorstellung ab. Anders als bei den ebenfalls sehenswerten Auftritten bei den Punkteteilungen in Wolfsburg und Hamburg belohnte sich der FC diesmal mit dem ersten Sieg im Jahr 2016 und das am Tag des 68. Geburtstags des Vereins. Nach dem Abpfiff wurden vor allem die Youngster Dominique Heintz und Yannick Gerhardt gefeiert.

Von Tobias Gonscherowski

Die erste gute Nachricht an diesem verregneten, nasskalten Abend im fast ausverkauften RheinEnergieStadion gab es für die FC-Fans bereits vor dem Anpfiff. Der gerade erst zu Saisonbeginn aus Kaiserslautern verpflichtete Defensiv-Allrounder Dominique Heintz verlängerte seinen Vertrag bis 2021. Das motivierte den 22 Jahre alten U21-Nationalspieler dermaßen, dass er gegen die eine Halbzeit lang gleichwertigen Hessen in Durchgang zwei zum großen Schlag ausholte.

Nach einem Freistoß von Filip Mladenovic köpfte der diesmal als Außenverteidger aufgebotene Heintz den Ball in der 57. Minute wuchtig zur 2:1-Führung in die Maschen des Frankfurter Gehäuses. Nachdem er schon im Hinspiel gegen die Eintracht beim wenig erfreulichen 2:6-Debakel getroffen hatte, drängte sich die Frage auf, warum es gegen Frankfurt für ihn so gut läuft. "Ich bin die neue Geheimwaffe", scherzte der Torschütze. "Frankfurt liegt mir."

Dominique Heintz hat ein sonniges Gemüt und ist längst zu einem der Sympathieträger des Effzeh avanciert. Nach den Spielen gehört er stets zu den gefragtesten Gesprächpartnern, dann plaudert er immer in seinem Pfälzer Singsang und unter Vermeidung allzu vieler Fußballerfloskeln munter drauf los. "Ich möchte kein Schreck für eine Mannschaft sein. Ich bin dafür da, Tore zu verhindern und hinten den Laden sauber zu halten", erklärt er seine Dienstpflichten. "Aber wenn ich bei einer Standardsituation mal einen reinnicke, ist das auch eine schöne Sache."

"Besser kann es nicht laufen"

Das gelang ihm gegen die Eintracht, die er mit seinem Tor auf die Verliererstraße und mitten in den Abstiegskampf beförderte, während die Kölner sich eher nach oben orientieren können. "Es war ein schönes Gefühl für mich, den Vertrag zu unterschreiben", sagte Heintz nach dem Abpfiff. "Wir haben alles richtig gemacht, das heute am Geburtstag des FC zu veröffentlichen. Dann mache ich auch noch ein Tor. Besser kann es nicht laufen." Dem FC erhalten bleibt er, weil er sich in Köln "einfach wohl" fühlt und "Mannschaft, Trainerteam, Fans und Stadion einfach top" seien.

Yannick Gerhardt ist ein anderer Typ, aber nicht weniger wichtig für den FC als Heintz. Er steht der Presse nicht so oft zur Verfügung, er verlässt das Stadion nach dem Duschen auch meistens durch den Hinterausgang und nicht durch die Mixed Zone. Dabei hat auch er durchaus etwas zu sagen, auch wenn er politisch ganz korrekt nach seiner Gala gegen die Eintracht gleich zweimal betonte, wie glücklich er sei, "der Mannschaft mit zwei Torbeteiligungen" habe weiterhelfen können.

Diese abgedroschene Phrase, die heutzutage offenbar in fast keinem Spielerinterview mehr fehlen darf, verzeiht man ihm gerne, wenn er solche Auftritte hinlegt wie gegen die Hessen. Nach dem Rückstand durch den Treffer von Alex Meier nach 24 Minuten war es Gerhardt, der nur fünf Minuten später gekonnt den Ausgleich erzielte. Er kurbelte das Spiel immer wieder an, er vergab eine Riesenchance zum 3:1, bevor er dann lässig Anthony Modeste in der 72. Minute den Treffer zum 3:1 maßgeschneidert auflegte.

Gerhardt hat weitaus mehr Talent als seine direkten Konkurrenten im Kampf um einen der begehrten Startelfplätze im Mittelfeld. Doch er ruft es nach Meinung durchaus zahlreicher Kritiker zu selten ab. Statt bei seinen Fähigkeiten unumstrittener Stammspieler zu sein, spielte er nur bei fünf seiner 16 Saisoneinsätze durch, sechsmal wurde er eingewechselt, zehnmal agierte er maximal 45 Minuten. Einen Wackelkandidaten nennt man einen Spieler mit solchen statistischen Werten auch, einen, der sein großer Potenzial öfter abrufen müsste.

"Yannick hat ein richtig tolles Spiel gemacht"

Gegen Frankfurt tat er es. "Das Erfolgserlebnis tat mir sehr gut. Ich muss immer an meine Leistungsgrenze gehen, um die Chance auf einen Platz in der Startelf zu bekommen. Ich spüre natürlich den Konkurrenzkampf, da kann man sich nie ausuhen", sagte Gerhardt nach dem Spiel. Für seinen Kollegen Leonardo Bittencourt war er der "Spieler des Spiels". Für seinen Coach wohl auch.

"Wenn er immer so gut spielt, wird er auch viel mehr spielen", lobte Trainer Peter Stöger. "Yannick hat heute auf drei verschiedenen Positionen gespielt. Er ist ein flexibler Spieler und hat es heute richtig gut gemacht. Er hat sich unabhängig vom Tor und Assist in Szene gesetzt. Er hat sich in einem Spiel durchgesetzt, in dem viele Zweikämpfe auf der Tagesordnung waren. Er hat ein richtig tolles Spiel gemacht."

So können die Domstädter nun ganz entspannt in die kommende Trainingswoche und am Samstag in das Derby bei Borussia Mönchengladbach gehen. Das Hinspiel gewann der FC mit 1:0. Und gegen die Topteams der Liga haben die Kölner in dieser Saison eh fast immer überzeugt. (Foto:imago/Moritz Müller)

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