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Nach 3:0-Sieg

Effzeh: Für 19 Stunden Spitzenreiter der Bundesliga

Ihr habt nicht geträumt! 19 Stunden lang - von Freitag auf Samstag - war unser 1. FC Köln Tabellenführer der Bundesliga. Dank des 3:0-Heimsieges gegen den SC Freiburg hatte sich die Geißbockelf den (vorübergehenden) Platz an der Spitze gesichert.

Von Tobias Gonscherowski

Wenn ein Verein einmal in den Niederungen der 2. Bundesliga dümpelt, malt er sich in seinen kühnsten Träumen jenen Weg aus, den der 1. FC Köln geht, seit im Sommer 2013 Peter Stöger den Trainer- und Jörg Schmadtke den Managerposten übernommen haben. Am Reißbrett heißt der Plan dann immer: Aufsteigen, Klassenerhalt packen, im Mittelfeld stabiliseren, den internationalen Wettbewerb ins Auge fassen. So ungefähr stellt man sich das vor, augenblicklich wahrscheinlich beim einstmals ruhmreichen VfB Stuttgart.

Beim FC hatten sie die gleichen Visionen und haben sie konsequent erfolgreich umgesetzt. Die Mannschaft wurde sukzessive entwickelt und verstärkt, die Leistungsträger gehalten, die Aufgaben gemeistert. Das Team hat sich bewährt, es ist an seinen Aufgaben gewachsen und vor allem eingespielt. Gegen den SC Freiburg stand mit Marco Höger nur ein Neuzugang in der Startelf. Die Automatismen greifen, jeder weiß, was er zu tun hat. Hinzu kommt dann noch, dass die Rheinländer vor dem Anpfiff saisonübergreifend seit sieben Partien ungeschlagen und entsprechend selbstbewusst waren und die Aussicht auf Platz 1 einen zusätzlichen Anreiz darstellte, der die ganze Stadt elektrisiert zu haben schien.

"Natürlich haben wir gesagt, dass wir oben stehen wollen, wenn sich die Möglichkeit ergibt", meinte Peter Stöger nach dem Spiel. "Im vorigen Jahr gab es ein paar Situationen, in denen wir ein paar Punkte gebraucht hätten, um uns auf Platz 7 oder 8 festzusetzen. Das haben wir nicht immer geschafft. Heute war wieder so eine Situation und wir haben es geschafft. In der Stadt steht jetzt alles Kopf. Aber wir können es einordnen."

"Wir waren brutal effizient"

Auch die Leistung gegen den Sport-Club können sie Köln richtig einsortieren. "Wir waren brutal effizient", fasste Kapitän Jens Lehmann treffend zusammen. Lange Zeit war die Partie ausgeglichen, dann köpfte Anthony Modeste nach einer halben Stunde "aus dem Nichts" (Stöger) einen von Marcel Risse getretenen Eckball ins Freiburger Gehäuse. Keine zwei Minuten später hatte Leonardo Bittencourt nach schöner Vorarbeit von Yuya Osako auf 2:0 erhöht, ehe wiederum Modeste kurz vor dem Pausenpfiff einen Einwurf von Frederik Sörensen zum 3:0 einnickte.

Die Kölner waren keineswegs drei Tore besser als der Aufsteiger. Nur diesmal nutzten sie ihre Möglichkeiten optimal aus und brachten den Vorsprung nach einer etwas wackeligen zweiten Spielhälfte, in der sich auch der wiedergenesene Keeper Timo Horn zwei-, dreimal auszeichnen durfte, nach Hause. Sieben Punkte und 5:0 Tore aus den ersten drei Spielen bedeuten die Tabellenführung. "Die Tabelle werde ich mir ausschneiden", versicherte Matthias Lehmann, der sich in seinem vierten Jahr in der Domstadt als "kölschen Jung" bezeichnete, von einem "geilen Gefühl" schwärmte und die Fans aufforderte, es jetzt "ordentlich krachen zu lassen".

Zuvor hatte er selbst den freien Samstag für die Mannschaft vom Trainer bewilligt bekommen, aber auch versichert, dass "keiner auf die Piste gehen wird". Der 1. FC Köln an der Tabellenspitze, das ist für Dominique Heintz ein "schöner Bonus", für Marco Höger "eine schöne Randnotiz" und für Timo Horn "ein toller Moment". "Am Samstag um 17:30 Uhr ist der Spuk auch wieder vorbei", glaubt Peter Stöger. "Wir sind in einer Situation, in der wir damit leben müssen, dass die Leute mehr und mehr erwarten. Die Frage ist, wann wir an unsere Grenzen stoßen."

Schon am Mittwoch steht den Kölnern beim Gastspiel auf Schalke eine echte Bewährungsprobe bevor. Sie treffen auf eine Mannschaft, die seit Jahren international dabei ist und ihren Kader vor dieser Saison mächtig aufgerüstet hat. Aber die Knappen haben einen Fehlstart hingelegt, und die Kölner ihre letzten beiden Partien auf Schalke gewonnen. Bleiben die Domstädter auch in Gelsenkirchen unbesiegt, könnten sich die ersten leisen Anzeichen verdichten, dass der Club schon in dieser Spielzeit die Phase Vier der Vision von 2013 anpeilt.

Nach Aufstieg, Klassenerhalt und Platz 9 muss der internationale Wettbewerb keine Utopie bleiben. "Träumen darf man immer", übt sich Timo Horn noch in Zurückhaltung. "Wir haben als Mannschaft einen weiteren Schritt gemacht und schon zwei klare und nie gefährdete Heimsiege eingefahren. Das war in der letzten Saison teilweise noch etwas anders. Wenn wir so weitermachen, darf man natürlich träumen." Die Fans sind bereits euphorisch. Sie gingen während des Spiels noch einen Schritt und sangen voller Inbrunst: "Ole, Deutscher Meister FC."

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