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Charly Körbel im Interview

Dem FC "bleiben die Krümel der großen Clubs"

Karl-Heinz Körbel, genannt "Charly", machte für Eintracht Frankfurt 602 Spiele. Vor der Partie der Eintracht gegen den 1. FC Köln plauderte Körbel munter über Kölner Toreros, kleine Krümel und deckte das FC-Geheimnis auf.

Das Gespräch führte Tobias Gonscherowski

Karl-Heinz Körbel ist der Rekordspieler der Bundesliga. 602 Spiele absolvierte der eisenharte Vorstopper für Eintracht Frankfurt und verdiente sich so den Spitznamen des "treuen Charly". Meister wurde er mit der Eintracht nie, dafür gewann er vier Mal den DFB-Pokal und 1980 auch den UEFA-Cup.

In seiner langen erfolgreichen Karriere schlug er auch unzählige Schlachten mit dem 1. FC Köln. Vor dem Duell des FC mit der Eintracht sprach koeln.de mit dem 61-Jährigen, der heute Vorstand des Jugendfußballclubs Frankfurt ist. Körbel plauderte munter über zwei Traditionsvereine, Wolfgang Overath als Torero. Krümel der Großen und das Geheimnis des FC.

koeln.de: Herr Körbel, am Samstagabend spielt der 1. FC Köln im Topspiel gegen Eintracht Frankfurt ...

Karl-Heinz Körbel: Topspiel? Super.

Das Samstagabendspiel ist laut DFL offiziell das "Topspiel". Welche Erinnerungen verbinden Sie mit dem 1. FC Köln, wenn Sie an Ihre eigene Karriere zurückdenken?

Das waren auch für mich immer unglaublich besondere Spiele zwischen dem 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt, weil auch immer besondere Ergebnisse herausgekommen sind. Heute ist das anders als früher. Beim 1. FC Köln war es genauso wie bei der Eintracht: Beide Vereine haben viel Tradition und hatten über Jahre die gleiche Mannschaft zusammen. Toni Schumacher, Wolfgang Overath, Heinz Simmet, Heinz Flohe. Es kam immer wieder zu den gleichen Duellen.

Früher haben auch zumeist Hessen gegen Rheinländer gespielt, die Verbundenheit mit den Vereinen war höher. Ich erinnere mich daran, wie ich bei einem Spiel in Köln von unserem damaligen Trainer Erich Ribbeck dazu verdonnert wurde, im defensiven Mittelfeld als Manndecker gegen Wolfgang Overath zu spielen.

Hat es funktioniert?

Nein, Overath hat mich gedemütigt. Ich war damals 20 Jahre alt und sehr ehrgeizig. Ich musste Overath die ganze Zeit hinterherlaufen, das hat ihm gar nicht gefallen, weil ich ihm auch als junger Spieler schön auf die Socken gehauen habe. Dann gab es eine Szene. Wolfgang stand mit dem Ball am linken Fuß im Mittelfeld, ich war ungefähr vier Meter entfernt.

Während des Spiels hat er dann den Ball festgemacht und mich wie ein Torero beim Stierkampf provoziert. Ich habe mir dann gedacht, den packe ich mir jetzt. Ich bin auf ihn zu, er hat mich mit einem eleganten Trick ins Leere laufen lassen und dann zu mir gesagt: "Das ist Bundesliga." Das habe ich nie vergessen. Und wenn wir uns heute noch sehen, denken wir beide daran. Auch Wolfgang weiß das immer noch.

Bei den Spielen der Eintracht gegen den FC ging es nie um Pokale oder Meisterschaften. Waren die Partien dennoch brisant?

Die Brisanz war immer da. Der 1. FC Köln ähnelte uns sehr. Die Spiele waren immer offen, mal haben wir gewonnen, mal die Kölner. Die Kölner waren ja genau wie wir fußballerisch unheimlich stark. Wir hatten Spieler wir Jürgen Grabowski, Bernd Hölzenbein, Bruno Pezzey, Bum-Kun Cha und wie sie alle hießen und noch heißen. In den Spielen trafen zwei spielstarke Mannschaften aufeinander.

 Lesen Sie über fehlende Tore, Krümel und das FC-Geheimnis

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