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Stöger vor Abgang

150 Punktspiele für den FC und dann Schluss?

War sein 150. Punktspiel sein letztes als FC-Coach? Nach dem Abpfiff deutete alles darauf hin. Peter Stöger lief zusammen mit seinem Co-Trainer Manfred Schmid in die Kölner Fankurve, zog seine Mütze und verbeugte sich.

Von Tobias Gonscherowski

Ein 2:2 auf Schalke und danach weiter beim 1. FC Köln mit neuem Trainer? Es sah nach Abschied aus bei Peter Stöger nach seinem Ausflug in die Kölner Fankurve mitsamt Verbeugung.  In einer Großaufnahme im TV konnte man dann unmittelbar danach einen weinenden Tim Handwerker und einen angefassten Kapitän Matthias Lehmann erkennen. Bei der spätabendlichen Ankunft am Geißbockheim zeigten Fernsehbilder des ZDF, wie sich Stöger innig vom FC-Busfahrer Michael Liebetrut verabschiedete. Auch das zunächst für 10 Uhr anberaumte Trainung wurde noch in der Nacht auf 13 Uhr verschoben.

Zwar dementierten der Trainer und einige Spieler noch, dass eine Entscheidung in der Trainerfrage intern bereits offiziell verkündet worden sei. Doch alle Indizien sprechen dafür. FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle wollte nach dem Spielende keinen Kommentar abgeben. Peter Stöger verwies darauf, dass am Sonntag Klarheit herrschen würde. Diese Klarheit hatte der Österreicher in der Pressekonferenz vor dem Schalke-Spiel eingefordert. Er wird sie nun bekommen. "Es wird eine Entscheidung geben", so Stöger. "Ich bin im permanenten Austausch mit Alexander Wehrle."

Denkbar schlechtester Moment für Trennung

Sollte der FC am Sonntag wie erwartet die Trennung bekannt geben, hat sich die Vereinsführung dafür einen denkbar ungünstigen Moment ausgesucht. Denn endlich spielte die Mannschaft wieder einmal so wie in den zurückliegenden erfolgreicheren viereinhalb Jahren unter Stöger. "Wir haben zum ersten Mal seit langem wieder ein richtig gutes Spiel gemacht", fand auch Timo Horn. Die Kölner Rumpftruppe bot dem Tabellendritten beherzt Paroli und lieferte der Mannschaft der Stunde einen großen Kampf.

"Für uns war es ein positives Spiel", sagte Peter Stöger. "Gegen eine Mannschaft wie Schalke, die sich in den letzten Wochen stark präsentiert hat, ein 2:2 zu holen, ist schon eine ordentliche Leistung. . Die Mentalität war in Ordnung. Es war auch sichtbar, dass man bereit war, alles abzurufen, um Punkte zu machen. Ich bin durchweg zufrieden mit dem Unentschieden."

Das Resultat verbesserte zwar die Ausgangslage im Abstiegskampf kaum, es war aber ein deutliches Lebenszeichen. Gerade jetzt wirkt eine Trennung fehl am Platz. Das Timing ist schlecht. Es hätte im Verlauf der miserablen Hinrunde etliche passendere Momente für einen Trainerwechsel gegeben. Der wurde verpasst. Aber ausgerechnet jetzt vor den beiden richtungsweisenden Spielen in der Europa League in Belgrad und der Bundesliga gegen Freiburg nach dem besten Saisonauftritt die Reißleine zu ziehen, werden nicht viele Leute nachvollziehen können.

Ein Fußballwunder muss her

Einem möglichen Nachfolger Stögers - der Kölner U19-Trainer Stefan Ruthenbeck soll Favorit auf den Posten sein - bleiben jetzt nur noch 20 Spiele, um die Rettung doch noch zu schaffen. In diesen Partien müsste die Geißbockelf vermutlich mindestens 33 Punkte holen, das macht 1,65 Zähler pro Spiel. Zum Vergleich: Im Vorjahr, in der sich der FC als Fünfter für Europa qualifizierte, sammelte die Mannschaft 1,44 Punkte pro Spiel.

Das Spiel auf Schalke macht ein klein wenig Hoffnung auf das benötigte Fußballwunder, auch wenn das Remis eigentlich zu wenig war. "In unserer Situation ist es gar nicht so wichtig, auf die Tabelle zu schauen, sondern erst einmal so ein Spiel abzuliefern", meinte Timo Horn. "Wir haben gesehen, dass wir noch Tore schießen können, wir können kämpfen und dagegen halten auch gegen Mannschaften, die weit oben in der Tabelle stehen. Wir nehmen den Punkt gerne mit. Uns ist aber auch bewusst, dass es jede Woche schwerer wird." Und das ganz unabhängig davon, welcher Trainer beim nächsten Spiel auf der Bank sitzt. (Foto: imago/Team)

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