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Sonderausstellung

So entstand das Berliner Kollwitz-Denkmal

Am 8. Juli feiert das Kölner Käthe-Kollwitz-Museum den 150. Geburtstag seiner Namensgeberin mit einer großen Fest. Führungen und Workshops für Jung und Alt, dazu der Film „Kollwitz – Ein Leben in Leidenschaft“ stehen auf dem Programm. Schon jetzt eröffnet wurde die Sonderausstellung „Gustav Seitz – Ein Denkmal für Käthe Kollwitz“.

 

Thema ist die Entstehung des Kollwitz-Denkmals auf dem gleichnamigen Platz im Ost-Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg – da, wo die Künstlerin (1867-1945) lange lebte und wo ihr Mann eine (Armen-)Arztpraxis hatte. Anhand von zahlreichen Zeichnungen und plastischen Vorstufen aus Gips – die kleinste Figur misst sechs Zentimeter – und Bronze lässt sich nachvollziehen, wie der Bildhauer Gustav Seitz (1909-1969) es entwickelte.

Etwa wie er die Stellung des rechten Arms „testete“: Zuerst war er hinter dem Rücken verborgen, schließlich landete er auf dem Schoß der Künstlerin, in der hand einen Zeichenstift. Zuerst sollte die Figur auf einem Stuhl sitzen, am Ende war es ein einfacher Sockel.

Eine Entstehungsgeschichte mit einigen Kuriositäten. Da ist nicht nur der Namenszug „Käte“ - also ohne h - auf einem Entwurf. Als das Denkmal 1961 aufgestellt wurde, wusste Seitz nichts davon. Er hatte zwar den Wettbewerb dafür gewonnen und schon eine Gipsfigur in der Originalgröße von 2,10 Meter angefertigt. 1959 aber nahm er eine Kunstprofessur in Hamburg an, die Figur – von der dann die Bronze gegossen wurde – hinterließ er in seinem Atelier in der Ost-Berliner Kunstakademie.

Zu sehen ist auch das Bronzemodell eines Kollwitz-Denkmals, das Seitz später nach seiner Berliner Arbeit für eine Hamburger Wohnsiedlung schuf. Es zeigt die Künstlerin wesentlich weicher als das Berliner Vorbild. Und einen Stift hält sie auch nicht.

Ergänzt wird die Ausstellung von zahlreichen Selbstporträts der Künstlerin – eine Leidenschaft, der sich Käthe Kollwitz ein Leben lang selbstkritisch widmete. Dazu zahlreiche Porträtsfotos, Hugo Erfurth und Lotte Jacobi sind wohl die bekanntesten Fotografen. Auch der Kölner Herbert Döring-Spengler widmete ihr ein getoastetes Polaroid.

Auf Augenhöhe begegnet dem Besucher der Kopf des „Schwebenden Engels“ von Ernst Barlach (ein Bronzeguss der komplette Figur schwebt in der Kölner Antoniterkirche an der Schildergasse). Deutlich erkennbar trägt er die Züge von Käthe Kollwitz. Er habe das wohl unbewusst getan, erklärte Barlach einmal. (js)

„Gustav Seitz – Ein Denkmal für Käthe Kollwitz“ – bis 17. September 2017, Käthe Kollwitz-Museum, Neumarkt 18-24, 50667 Köln, Tel. 0221 / 227-28 99 / 26 02, Öffnungszeiten: Di-Fr 10-18 Uhr, Sa, So und feiertags 11-18 Uhr, Eintritt: 5/2 Euro, Leporello zur Ausstellung: 2,50 Euro

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