Krieg und Tod

"Samson und Dalila" zu blutig für die Oper Köln?

Er ist bereits berüchtigt für seine blutrünstigen und hemmungslosen Opern-Inszenierungen: Regisseur Tilman Knabe schreckt vor nichts zurück. Seine brutale Inszenierung von "Samson et Delila" an der Oper Köln führte nun dazu, dass sich mehrere Chorsänger krank meldeten, weil sie die Proben seelisch nicht verkrafteten.

Die französische Oper aus der Feder von Camille Saint-Saens, die vom Freiheitskampf versklavter Juden gegen die Philister handelt, würde durch den Regisseur derart drastisch umgesetzt, dass es unter den Chorsängern zu Weinkrämpfen über Schlafstörungen bis hin zu Ohnmachtsanfällen gekommen sei, berichtet der EXPRESS in seiner Ausgabe vom Donnerstag. Rund 20 Sänger hätten bereits ein ärztliches Attest.

Neben literweise fließendem Theaterblut gäbe es brutale Erschießungs- und Vergewaltigungsszenen sowie Darstellungen von Folterungen in Konzentrationslagern. Die Oper Köln hat mit der Warnung reagiert, dass Stück sei erst ab 16 Jahren geeignet. Eine Absage der Premiere am 2. Mai sei jedoch nicht im Gespräch, so Intendant Peter F. Raddatz gegenüber dem EXPRESS: "Dazu gibt es keinen Grund! Es handelt sich schließlich um Kunst!" Ob diese Kunst auf positive Resonanz beim Publikum stoßen wird, ist allerdings fraglich. 

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