Haushaltskonsolidierung
Roters Sparpläne für Köln auf einen Blick
Die Stadt Köln ist chronisch pleite und das schon seit Jahren. Oberbürgermeister, Jürgen Roters hat nun den Rotstift angesetzt und konkrete Sparpläne benannt, mit denen das 200 Millionen Euro große Haushaltsloch gestoopft werden soll. koeln.de zeigt Ihnen, wo gespart wird und welche Projekte trotz Schulden umgesetzt werden sollen.
In einem Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger und der Kölnischen Rundschau (beide Donnerstagsausgabe) sprach OB Roters über sein Sparvorhaben. Die Fraktionen haben bereits angekündigt, grundsätzlich den Sparkurs mitfahren zu wollen. Ob sie Roters Ideen am Ende konkret unterstützen werden, bleibt abzuwarten.
Ausgabenstopps
- Nord-Süd-Bahn: Eine vorzeitige Inbetriebnahme soll es nicht geben.
- Von der Untertunnelung der Rheinuferstraße möchte Roters wegen des geringen "Verkehrseffekts" absehen.
- Archäologische Zone und Jüdisches Museum: Eine Umsetzung sei nur möglich, wenn der Landesverband Rheinland die Betriebskosten zu mindestens 75 Prozent übernähme.
Einsparungen
- Bundesgartenschau: Roters lehnt eine Bewerbung für die Bundesgartenschau 2023 ab.
- Rautenstrauch-Joest-Museum: Eine Sanierung des alten Gebäudes des Museums sei zu kostenaufwändig.
- Gebäudewirtschaft: Kein Umbau der Gebäude zu Gunsten der Energieeffizienz. Der gesetzlich vorgegebene Standard sei erfüllt und müsse vorerst ausreichen. Das gilt etwa für die Kölner Schulen.
- Denkmalschutz von Schulen: Etwa jede zweite Schule Kölns steht unter Denkmalschutz. Daher seien die Kosten für Umbauarbeiten sehr hoch. Nach einem geordneten System sollen die Schulen vom Denkmalschutz befreit werden.
- Bühnen und Museen: Werkstätten, Hausmeister und Service-Einheiten sollen zusammengelegt werden.
- Personalabbau: Im öffentlichen Dienst müssten weiter Stellenstreichungen geben, von betriebsbedingten Kündigungen soll jedoch abgesehen werden.
- "Die Schule für alle": Schulen, in denen behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam unterrichtet werden, werde es nur geben, wenn das Land sich finanziell betelige.
Spar-Tabus
- Kölnisches Stadtmuseum: Das Museum müsse saniert und um einen Anbau erweitert werden, sonst drohe die Schließung.
- Römisch-Germanisches Museum: Auch hier müsse eine Sanierung stattfinden.
- Wallraf-Richartz-Museum: Von der Erweiterung des Museums könne wegen eingegangener Verpflichtungen nicht abgesehen werden.
- Staatenhaus: Der Musical-Dome war nur eine Übergangslösung. Mit Hilfe eines privaten Investors soll das Staatenhaus zum neuen Musical-Standort umgebaut werden.
- Städtische Wettbewerbe und Preise sollen "ausgedünnt" werden, ausgenommen davon sind Ehrenamtstag, Ehrenamtspreise und das Freiwilligen-Engagement.
- GAG Immobilien: Die Wohnungsbaugesellschaft verfügt über 42.000 Wohnungen in Köln.
- RheinEnergie AG: Kölns größter Energieversorger steht nicht zum Verkauf.
- Steuern und Gebühren sollen nicht angehoben werden.
Einnahmen
- Köln als Wirtschaftsstandort soll gefördert werden und neue Unternehmen anlocken.
- Kooperation der Bühnen: Bonn, Düsseldorf und Köln prüfen eine mögliche Zusammenarbeit.
- Bettensteuer: Hier müsse zunächst geprüft werden, ob sich der Aufwand überhaupt lohne.
Auf nicht-kommunaler Ebene fordert Roters außerdem, den Rechtsanspruch auf Betreuungsplätze für Unterdreijährige auszusetzen, sofern Bund und Land sich nicht stärker finanziell an der Schaffung neuer Plätze beteiligen. Desweiteren schlägt der Kölner Oberbürgermeister vor, den Solidaritätszuschlag für mindestens fünf Jahre einzustellen.
(Erstellt am 16. August 2012 - 10:34 Uhr; aktualisiert 16. August 2012 - 14:18 Uhr)
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Kommentare
Kommunen in Not –
Kommunen in Not – Landesregierung auf finanzpolitischer Geisterfahrt
Viele Kommunen in NRW stehen vor dem finanziellen Kollaps. Insgesamt war es 142 Kommunen nicht möglich, einen genehmigungsfähigen Haushalt zu verabschieden. Ein genehmigungsfähiger Haushalt darf aber nicht mit einem ausgeglichenen Haushalt verwechselt werden. Genehmigungsfähig ist er dann, wenn die Verschuldung eine prozentuale Grenze der Einnahmen nicht übersteigt. Dies bedeutet, dass 142 Kommunen sich hemmungslos überschuldet haben.
Die Landesregierung versucht durch ein neues Gesetz diese Zahl zu schönen. Aktuell wird im Landtag ein Gesetzesentwurf diskutiert, wonach Kommunen eine höhere Verschuldung und langsamere Haushaltkonsolidierung gestattet werden soll. Wie die Kommunen sich so wirklich konsolidieren sollen, beantwortet die Landesregierung, allen voran Innenminister Ralf Jäger (SPD), nicht.
Zu dem aktuellen Gesetzesentwurf kommt noch ein sogenannter „Stärkungspakt Stadtfinanzen“ hinzu. Finanzschwache Kommunen sollen mittels Gelder aus dem Landeshaushalt aufgepäppelt werden. Insgesamt bekommen die 34 finanzschwächsten Kommunen bis 2016 5,8 Mrd. Euro von der Landesregierung. Bis 2021 sollen diese Kommunen aus eigener Kraft einen ausgeglichenen Haushalt haben.
Was ist die Ursache für die horrende Verschuldung der Kommunen in NRW?
Angeführt werden meistens die hohen Belastungen durch den Soli-Pakt und durch die Sozialleistungen. Letztere wurden unlängst durch die gerichtlich erstrittene Vollalimentierung von Asylanten weiter gesteigert. Für einige Kommunen mag dies schon zutreffend sein, aber wie sieht es mit den Großstädten wie Köln, Duisburg, usw. aus?
In diesen Städten besteht ein weitaus größeres Problem in Sachen Finanzen und dies ist die Abzocke und Bereicherung durch die Politiker. In Kölner Stadtbetrieben verdienen die Vorstände zum Teil mehr als Mitglieder der Bundesregierung. Und das für ein kommunales Unternehmen, welches früher von einem Beamten geleitet wurde. Zudem übernehmen sich viele Städte bei Prestigeprojekten und verspekulieren sich vollkommen. Köln ist mit der Nord-Süd-Bahn ein weiteres gutes Beispiel.
An diesem Punkt setzt die Landesregierung in keinster Weise an. Wie sollen die Haushalte der einzelnen Kommunen auf Vordermann gebracht werden, wenn die handelnden Personen nicht ausgetauscht werden? Und wer stellt überhaupt sicher, dass die Gelder aus dem Landeshaushalt überhaupt vernünftig eingesetzt werden?
Die Stadt Köln hatte von 2002 bis 2012 Mehreinnahmen aus der Gewerbesteuer von 3,3 Mrd. Euro. Im gleichen Zeitraum ist aber die Verschuldung der Stadt auf 3,6 Mrd. Euro gestiegen. Wie kann bei verantwortungsbewusstem Haushalten die Verschuldung steigen, wenn man mehr Geld einnimmt, als mit dem man überhaupt kalkuliert?
Die beste Maßnahme, um die kommunalen Finanzen zu verbessern, ist die Abwahl der Altparteien. Diese zeigen in grandioser Manier, dass sie nicht in der Lage sind, die Haushalte zu konsolidieren und so verantwortungsbewusst mit Steuergeldern der Bevölkerung umzugehen.
(gefunden im Internet bei der PRO-Bürgerbewegung)
Na, musst du wieder was neu
Na, musst du wieder was neu posten weil es gelöscht wurde?
Würde erst einmal an meinem
Würde erst einmal an meinem Gehalt anfangen das wäre ein Zeichen
Aber für nichts zu tun reicht es ja ODER?
Wo denkst Du hin? Der Herr
Wo denkst Du hin? Der Herr muss doch auch irgendwie die Miete für seine erst kürzlich bezogene 172 qm große Wohnung im Kunibertsviertel ("beste Innenstadtlage mit Panoramablick“)aufbringen. Sozi durch und durch, der Herr Roters.
Nicht mutig genug - eine
Nicht mutig genug - eine Kapitulation. Die verschleppten oder gestrichenen Sanierungen werden doch auch entweder das Stadtbild verarmen oder in der Zukunft auf die Füße fallen. Und den Rechtsanspruch für Unterdreijährige aussetzen wollen, ist das komplett falsche Signal.





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