Festwagenentwürfe vorgestellt
Rosenmontag landet Wulff auf der Schlachtbank
Kölner Schüler, denen die Geldnot Colonias gewaltig stinkt, Bundespräsident Wulff, der als Etappenhase auf der Schlachtbank landet, und das Soziale Netzwerk Facebook als gefährliche Spinne. Zugleiter Kuckelkorn stellte jetzt die ersten Entwürfe der Festwagen des Rosenmontagszuges vor.
Nicht nur in den Sitzungssälen, auch im Kölner Rosenmontagszug wird "gewulfft": in der Domstadt ist der in die Kritik geratene Bundespräsident Christian Wulff einmal mehr Ziel von Spott. Als Etappenhase landet Wulff nach der Hasenjagd in den Händen des Metzgers, der bedrohlich ein Handy schwingt. Damit spielt das Festkomitee auf die Verfehlungen der ersten Mannes im Staate an, für den eine Nachricht auf der Mailbox von Bild-Chefredakteur Kai Diekmann zur ernsten Bedrohung wurde.
Video: Wagenentwürfe für den Rosenmontagszug
Ebenso innenpolitisch ist der Seitenhieb auf die FDP, die von Wahl zu Wahl mehr unter die Räder gerät. Oder vielmehr Opfer der Dominosteine wird, die, vom Wähler angestoßen, der Bundeskanzlerin' "Schoßhündchen" Philipp Rösler als Parteichef zu zermalmen drohen.
Kölner Schülern stinkt's gewaltig
Weg von bundesrepublikanischen hin zu lokalpolitischen Themen fokussieren die Persiflagewagen den Blick auf die angespannte Haushaltssituation Kölns - die vor allem Schüler zu spüren und zu riechen bekommen: Weil Colonia wichtiges Geld für Hochkultur oder Infrastruktur benötigt, bleibt für die Bildung nichts mehr übrig. Dass das den Schülern gewaltigt stinkt, ist klar, müssen sie doch mit ramponierten und verdreckten Toiletten vorlieb nehmen.
Der Entwurf zu diesem Festwagen stammt von der elfjährigen Lilly Seibel, die sich zusammen mit ihrer Mutter zwischen Weihnachten und Neujahr dieser Idee annahm. "Meine Mutter hat mir geholfen", so Lilly, die lediglich eine halbe Stunde benötigte, um ihren Verdruss als Skizze zu Papier zu bringen. In enger Zusammenarbeit mit dem erfahrenen Wagengestalter Rollo Jochmann entwickelte sie den Entwurf so, wie er jetzt von Wagenbauer Edgar Hillebrenner umgesetzt wird.
Vorne Eisberg, hinten Kraken
International wird es mit den großen Ratingagenturen, die als Riesenkraken dem schlingernden Schiff Europa mit Angela Merkel und Nicola Sarkozy als Steuerleute zuleibe rücken. Und während von der Heckseite die Krakenarme drohen, ist der Bug gefährlich nahe am zerstörerischen Eisberg Griechenland, der Europa zu versenken droht.
Viel weiter weg, im Mittleren Osten, treibt der gefährliche Staatspräsident des Iran, Mahmud Ahmadinedschad, sein Unwesen. Mit der Atombombe in der Hand spaltet er die Front seiner Gegner in der UNO, die sich gegenseitig nicht immer grün sind.
Weder lokal, noch regional, noch national, sondern weltumspannend ist das Thema Facebook, dem sich die Wagengestalter widmen. Das beliebte soziale Netzwerk wickelt einer gefährlichen Spinne gleich seine Nutzer ein, lullt sie ein, Privates und Intimes in alle Welt hinauszuposaunen. Wie gut doch von den Nutzern in jedem Falle ein wenig Vorsicht wäre.
(Erstellt am 25. Januar 2012 - 15:52 Uhr; aktualisiert 26. Januar 2012 - 10:25 Uhr)
Weitere jecke Meldungen:
Schon gelesen?
Vorheriger Artikel: Kubanische Musik von Buena Vista in der Philharmonie
Kommentare
Jut, dann heute mal
Jut, dann heute mal politisch:
Zu Wulff: Find ich geschmacklos, bissl... Der arme Wulff...
zur Bildung: entschuldigung, es soll Geld in "Bildung" fließen!? Wenn "Bildung" heißt "Klos reparieren", dann sollen die lieber weiter in Infrastruktur investieren!!! Mal ehrlich, es ist doch keine Bildung dass die Klos sauber sind!!! Bildung heißt, dass man was lernt, nicht dass man geruchsfrei kacken kann!




Kommentar hinzufügen