Zukunft des Musik-Festivals ungewiss
Rheinkultur für 2012 abgesagt
Zum Bedauern eingefleischter Kölner und Bonner Festival-Fans wird 2012 keine Rheinkultur stattfinden, auch die Zukunft des Festivals ist ungewiss. Dies bekundeten die Veranstalter am Mittwoch in einer Pressemitteilung. Als Gründe für das plötzliche Aus werden die Stadt Bonn sowie alkoholisierte und aggressive Jugendliche genannt.
"Ich bin geschockt und tieftraurig über diese Nachricht", schreibt eine festival-begeisterte Userin auf Facebook. "Das ist für Bonn, die Region und die vielen Rheinkultur-Fans, wie ich auch, eine große Enttäuschung". Betroffenheit, Wut und Unverständnis macht sich im Internet unter jenen breit, die am Mittwoch über die Absage eines der größten eintrittsfreien Festivals in Europa erfahren haben.
Eine mehr oder weniger kurze Meldung hat es in sich
"Um es kurz zu machen" lautet der einleitende Satz einer rund 100-zeiligen Pressemitteilung auf der Website der Veranstalter, die die schlechte Nachricht verkündet. Alles andere als kurz erläutern die Macher des rheinländischen Musik-Events die vielschichtigen Beweggründe für das überraschende Ende. Das Festival ist nicht pleite, stellen sie gleich zu Anfang klar, es sind die nicht erfüllbaren "Anforderungen, die an ein solches Event in organisatorischer, logistischer und vor allem personeller und finanzieller Hinsicht gestellt werden".
Vor allem sprechen die Veranstalter die Stadt Bonn an, die die Organisatoren im Vergleich zu anderen Großveranstaltungen ungleich behandelt und das Festival und seine Bedeutung für den Bonner Raum unterschätzt haben soll. Ihren Zweck hat die Pressemitteilung jedenfalls erfüllt: Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch meldete sich gleich am Nachmittag zu Wort und drückte sein Bedauern aus. "Die Stadt werde schnellstens Gespräche mit den Veranstaltern führen, mit dem Ziel, Lösungen zu finden, die eine Fortsetzung dieses für Bonn wichtigen Festivals ermöglichen, heißt es in einer offiziellen Stellungsnahme.
Als ein weiterer Grund für die Absage des Festivals werden die "Folgen gesellschaftlicher Entwicklungen", genannt, "die eine eintrittsfreie Veranstaltung heftiger zu spüren bekommt als andere". Damit ist der Anstieg alkoholisierter und aggressiver Jugendliche gemeint, deren Verhalten im krassen Gegenteil zu der Grundidee des Festivals steht, so die Veranstalter.Noch im letzten Jahr hatte es Randale auf der HipHop-Bühne gegeben als zwei rivalisierende Fangruppen dermaßen aneinander gerieten, dass der Auftritt der Band "Haftbefehl" abgebrochen werden musste. Das wiederum erboste die Menge dermaßen, dass es zu weiteren handgreiflichen Auseinandersetzungen kam, die Bühne gestürmt und die Anlage beschädigt wurde. Die Polizei musste anrücken, Verletzte behandelt und als Folge davon das restliche Programm komplett abgesagt werden. Einen solchen Konzertabbruch gab es bis dato noch nie auf der Rheinkultur.
Keine geeignete Lösung in Sicht
Die Idee, Eintritt für die Veranstaltung zu nehmen oder einen Großsponsor an Land zu ziehen, um das Festival zu retten, war nahe liegend. Doch Gespräche mit möglichen Investoren verliefen angeblich ohne Erfolg. Auch die kostenpflichtige Variante des Events lehnen die Veranstalter ab. Sie sprechen von zu hohen Zusatzkosten unter anderem durch die Abwicklung des Ticketsverkaufs oder die Gagen der Künstler, die wegen des bisherigen Eintrittkonzeptes häufig zum "Freundschaftspreis" auf der Bühne gestanden haben sollen.
(Erstellt am 9. November 2011 - 15:36 Uhr; aktualisiert 14. November 2011 - 16:59 Uhr)
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Kommentare
am besten karneval auch
am besten karneval auch gleich absagen (kein scherz!)
Hallo S.Reichtwirklich, zu
Hallo S.Reichtwirklich,
zu deinem Beitrag nur folgendes, Du kannst nicht ganz dicht sein oder???
Gruß Sepp.
Ich bin entsetzt! Wobei es
Ich bin entsetzt! Wobei es natuerlich abzusehen war. Vor allem, nachdem es die Ausschreitungen an der Hip-Hop-Buehne gab. Aber mir hat Rheinkultur sehr gefallen und ich hoffe, dass die Veranstalter noch irgendwie eine Moeglichkeit finden, es dennoch stattfinden zu lassen. Das muss doch moeglich sein, oder nicht?
Es wuerde mich zumindst freuen, wenn man eine gute Loesung findet!
Unverschämtheit diese
Unverschämtheit diese Bildunterschrift des dritten Bildes. Zur Information: ich und meine Freundinnen sind auf diesem Bild drauf und können bezeugen, dass keiner um uns herum alkoholisiert war.
Als hätten die genau dich
Als hätten die genau dich persönlich gemeint Mädel............... Wer nicht schuldig ist fühlt sich auch nicht angesprochen. Das wird schon seine Gründe haben, dass die Veranstalter diese Gründe nennen schon mal drüber nachgedacht? Da waren ne Menge Menschen! Ne Menge Alkoholisiert und ne Menge unalkoholisiert. reg dich über die auf die alkoholisiert waren und euch das Fest kaputt machen/gemacht haben.
Ich finde das Bild einfach
Ich finde das Bild einfach unangebracht. Wenn man die besoffenen Jugendlichen schon anspricht, dann soll man diese auch abbilden.
Aber da ist ja sichtlich keiner alkoholisiert drauf.









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