Treffen von Entwicklern, Hackern und Datenjournalisten in Köln

Open Data Day Köln: Datenschätze heben in Teamarbeit

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Großes Interesse an offenen Daten: dem Aufruf von Marian Steinbach, einen Kölner Ableger des Internationalen Open Data Day zu starten, folgten über 40 Teilnehmer aller Disziplinen - Designer, Journalisten, vor allem aber natürlich Hacker und Entwickler. Auch Vertreter der Stadt Köln waren gekommen, um die städtischen  OpenData-Angebote (http://www.offenedaten-koeln.de) vorzustellen und das Feedback der Szene einzuholen. Selbst Stadtdirektor Guido Kahlen stattete der Veranstaltung einen Besuch ab und zeigte sich hocherfreut über das Engagement der Projektteams.

Organisator Steinbach hat als Betreiber der vielbeachteten Seite offeneskoeln.de selbst schon viel Erfahrung mit dem Abruf, der Analyse und der leicht verständlichen Bereitstellung von Verwaltungsdaten. So forderte er auch in seiner kurzen Eröffnungsansprache, Verwaltungsdaten in größerem Umfang und mit offenen Schnittstellen bereitzustellen. 

Steinbach berichtete auch von der Resonanz, die sein Vorschlag  für einen Kölner Open Data Day fand. Schon kurz nach dem ersten Aufruf via Twitter fand sich mit dem Startplatz im Mediapark ein freundlicher Gastgeber, der dem Projekt mit Räumlichkeiten, Netzanbindung und Verpflegung eine hervorragende Arbeitsumgebung zur Verfügung stellte. Der ebenfalls vom Startplatz unterstützte Szenekalender Nerdhub sorgte in Gestalt von Blogger Thomas Riedel für die begleitende Live-Berichterstattung via Stream und Twitter (via Hashtag #oddcgn).

So konnten die Teams, die sich nach kurzer Vorstellung der  Projektideen für den Tag spontan bildeten, auch direkt loslegen. Eine eher technisch orientierte Gruppe widmete sich der Aufbereitung und Indexierung elektronisch publizierter Dokumente am Beispiel  der Uni Köln, während eine andere Gruppe an der journalistischen Aufbereitung kommunaler Finanzdaten arbeitete.

Sehr gefragt war in vielen Projektideen die Visualisierung von Daten mittels Karten, meist unter Nutzung des freien Karten- und Datenmaterials von Openstreetmap, das auch die Basis des koeln.de-Stadplans bildet. So arbeitete ein Team unter dem schönen Arbeitstitel "Schienenliebe" an einer Livedarstellung von Bussen und Bahnen in einer Karte, was sich aufgrund der nur spärlich bereitgestellten KVB-Rohdaten als schwierig erweisen sollte. 

Noch einen Schritt weiter ging das Projekt "Wegmarker"  mit einem Prototyp zur Erfassung der Wegequalität von Rad-Strecken für das Openstreetmap-Projekt. Hier ging es nicht nur um die Anzeige, sondern auch um die Eingabe und Verbesserung vorhandener Rohdaten. Dieses Projekt wurde dann auch übereinstimmend zum "Tagessieger" erklärt.

Ob die beim Open Data Day angestoßenen Projekte  weiterentwickelt werden, werden die nächsten Tage und Wochen zeigen. Ein Erfolg war die Veranstaltung aber allemal, zeigte sie doch sowohl das Interesse der Szene, sich der Aufbereitung von OpenData zu widmen wie auch den großen Bedarf nach frei verfügbaren und nutzbaren Verwaltungsdaten. Zudem erwies sie sich als wertvolle Kontaktbörse zwischen Entwicklern, Daten-Nutzern und Daten-Lieferanten.

Im Nerdhub sind Interviews und Präsentationen des ODD Köln als Videostreams zu finden:

 http://www.nerdhub.de/blog/2013/2/20/22-open-data-day-livestream

 

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Treffen von Entwicklern, Hackern und Datenjournalisten in Köln
Open Data Day Köln 2013: Datenschätze heben in Teamarbeit
Open Data  - die Nutzung frei verfügbarer öffentlicher Daten durch Softwareentwickler, Journalisten und Andere - ist voll im Aufwind. Entsprechend gut besucht war der Kölner Ableger des \"Open Data Day 2013\", bei dem nicht nur informiert und diskutiert wurde, sondern bei dem auch gleich erste Anwendungs-Prototypen entwickelt wurden.
http://www.koeln.de/koeln/open_data_day_koeln_2013_datenschaetze_heben_in_teamarbeit_691995.html
http://www.koeln.de/files/koeln/oddcgn-nerdhub-225.jpg

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