Inforunde zum Glasfaserausbau
NRW-Minister Duin zu Gast bei NetCologne
Auf seiner IT-Tour besuchte NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin den regionalen Telekommunikationsanbieter NetCologne. Er informierte sich über den Netzausbau und den steigenden Bandbreitenbedarf in der Region.
Die Geschäftsführer Hans Konle und Karl-Heinz Zankel stellten das Unternehmen NetCologne vor, informierten über die technischen Alternativen beim Netzausbau und erläuterten Anwendungsbeispiele für den steigenden Bandbreitenbedarf in der Region. „Breitbandiges Internet ist von zentraler Bedeutung für den Wirtschaftsraum Köln/Bonn. Die Verfügbarkeit von Highspeed-Internet ist ein starker Standortfaktor für Städte und Gemeinden hier in der Region“, erläuterte NetCologne-Geschäftsführer Dr. Hans Konle.
Der Bedarf an breitbandigen Anbindungen wachse weiterhin rasant. Ein Beispiel hierfür seien die sogenannte Cloud Dienste, also webbasierte Services und Anwendungen, die sich zunehmend im privaten und geschäftlichen Umfeld durchsetzen. Ob Mailplattformen, virtuelle Fotodatenbanken, netzbasierte Telefonanlagen oder Firewall-Systeme, mehr und mehr Dienste werden direkt in der „Wolke“ genutzt und gespeichert. Dies erfordert einen breitbandigen und zunehmend symmetrischen Zugang zum Internet. Dieser, erklärte NetCologne- Geschäftsführer Karl-Heinz Zankel, sei ohne eine Glasfaser-Infrastruktur nicht zu realisieren.
Verlässliche Rahmenbedingungen
„Nur moderne Glasfasernetze sichern langfristig die Teilhabe an unserer modernen Informationsgesellschaft.“ „Unsere Kernkompetenz liegt im Aufbau und Betrieb breitbandiger Netze“, ergänzte Dr. Hans Konle. „Damit wir aber langfristig den Ausbau solcher Netze vorantreiben können, sind wir auf verlässliche Rahmenbedingungen angewiesen“.
Konle betonte gegenüber dem Landesminister die Bedeutung der richtigen politischen Weichenstellung. „Die Innovationsbereitschaft von Infrastrukturanbietern darf nicht ausgebremst werden, der Wettbewerb muss lebendig bleiben. Tendenzen zurück in eine Monopolisierung von Netzzugängen, wie sie derzeit beim Thema „Vectoring“ von der Deutschen Telekom angedacht werden, sind unsinnig und würden nicht nur extrem das Tempo aus dem Breitbandausbau nehmen, sondern letztlich auch den Wettbewerb zerstören“. Konle regte zudem an, sich mit monetären Förderanreizen zu beschäftigen, die insbesondere im ländlichen Bereich dem Breitbandausbau einen Schub verleihen können.
NRW-Minister Duin bedankte sich für den interessanten Einblick in die Unternehmensstrategie sowie den guten Überblick über die Markttrends und Technologien. „Es liegt in unserem Interesse, dass möglichst vielen Menschen und Betrieben in NRW möglichst bald möglichst viel Bandbreite zur Verfügung steht. Der Flächenausbau spielt hierbei eine entscheidende Rolle, um auch die Breitband-Versorgung des ländlichen Raumes zwischen den Ballungszentren sicherzustellen“, so Duin. Man denke bereits intensiv über sinnvolle ordnungspolitische und finanzielle Anreizmodelle nach, um die Investitionsbereitschaft von Unternehmen wie NetCologne weiterhin zu sichern und zu stärken.
(Erstellt am 23. Oktober 2012 - 9:38 Uhr; aktualisiert 23. Oktober 2012 - 10:00 Uhr)
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