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Regina Richter mit der großen Gruberova auf der Bühne

Norma, oder die Geburt eines Weltstars

Von EDGAR FRANZMANN

Solche Glücksmomente sind es, die man in Erinnerung behält: Am Mittwoch bot die Kölner Oper eine konzertante Aufführung der Bellini-Oper "Norma" - mit Weltstar Edita Gruberova in der Titelrolle und einer jungen Sängerin aus dem Kölner Ensemble, Regina Richter, die vielleicht ihre Geburt als kommender Weltstar erlebte. Das Publikum war hingerissen.

"Konzertant" heißt, dass das Stück nicht inszeniert ist, es gibt kein Bühnenbild und keine Regieanweisungen für die Sängerinnen und Sänger. Die Konzentration liegt ganz alleine auf der Musik. Dennoch kommt auch das Auge nicht zu kurz, denn das Orchester spielt für alle gut sichtbar auf der Bühne. Oper als Konzerterlebnis.

"Norma", Vincenzo Bellinis Oper erlebte 1831 die Uraufführung in der Mailänder Scala, eignet sich ganz wunderbar für konzertante Aufführungen, denn sie ist ein Musterbeispiel des "Belcanto", des schönen Gesangs, mit melodiösen Arien für alle Beteiligten.

Der Inhalt, sehr verkürzt zusammengefasst: Norma ist eine gallische Oberpriesterin, die ihr Keuschheitsgelübde gebrochen hat und heimliche Geliebte des römischen Prokonsul Pollione ist, mit dem sie zwei Kinder hat. Pollione hat aber inzwischen ein Auge auf die junge Tempelnovizin Adalgisa geworfen, Adalgisa erzählt ausgerechnet Norma von ihrer neuen Liebe und bittet darum, den Tempel verlassen zu dürfen.

Zwei Frauen im Kampf um denselben Mann, hier die ältere Norma, dargestellt von Edita Gruberova, dort die junge Adalgisa, dargestellt von Regina Richter, dieses Duell der Gefühle, mal Liebe, mal Hass, wird in der Kölner Aufführung zum besonderen Erlebnis.

Die Gruberova, ein Weltstar, gerade 65 geworden, sicher in den letzten Jahren ihrer Karriere, überwältigt die Zuhörer mit dem Glanz und der Dynamik einer göttlichen Sopranstimme. Mag sein, dass sie vor zehn, zwanzig Jahren noch besser war, aber das Kölner Publikum liegt der Diva zu Füßen.

Und dann taucht da die junge Regina Richter auf, schlank, meterlanges Haar, mit einer Stimme, die neben der Gruberova bestehen kann. Regina Richters Stimmlage ist Mezzosopran, seit 2002 ist sie Ensemblemitglied der Oper Köln. Hier sang sie unter anderem den "Octavian" im "Rosenkavalier", "Prinz Orlofsky" in der "Fledermaus" oder "Fürstin Bolkonskaja" in "Krieg und Frieden", allesamt großartige Erfolge.

An diesem Abend aber, für sie ist es das Rollendebüt als "Adalgisa", im Duell mit der Königin des Belcanto, schwingt sich Regina Richter zu ungeahnter Klasse hinauf. Seit dieser Aufführung weiß jeder Opernexperte, dass sie mit den ganz Großen mithalten kann.

Neben Gruberova und Richter zeigten auch die anderen Solisten (Zoran Todorovich, Nikolay Didenko, Machikop Obata, Jeonki Cho) gute bis erstklassige Leistungen. Das Gürzenich-Orchester unter Andriy Yurkevich und der Chor der Oper Köln unter Andrew Ollivant wurden in den großen Applaus mit einbezogen. 

Am Montag, den 23. Januar 2012, gibt es eine zweite "Norma"-Aufführung in derselben Besetzung. Die Vorstellung ist ausverkauft, eventuell sind einzelne Rückläufer an der Abendkasse erhältlich. 

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