Warteschlangen und Viva Colonia
Neuer Apple-Store in Weiden eröffnet
Im Einkaufscenter in Köln-Weiden hat am Samstag der erste Kölner Apple-Store seine Türen geöffnet. Rund 200 Fans des Computerherstellers hatten seit dem frühen Morgen angestanden, um als erste von den Apple-Mitarbeitern mit Applaus, Handschlag und Gesängen empfangen zu werden.
Von Sven Plaggemeier
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Die ersten 1.000 Kunden bei der Neueröffnung eines Apple-Stores erhalten ein spezielles T-Shirt. Doch das allein war nicht der Grund, warum um 8 Uhr morgens bereits dutzende Menschen im ersten Obergeschoss des Rhein-Centers unter dem Apfel-Logo warteten. Apple ist nicht nur eine Marke, Apple steht auch wie kaum ein zweites Unternehmern für Lifestyle. Gerade unter jungen Menschen ist der US-Konzern angesagt. In der Warteschlange stehen daher viele Teenies mit ihren iPhones und iPads. "Eigentlich habe ich schon alles", gewährt ein 14-jähriger Junge einen Einblick in sein Budget. Aber gucken wolle er trotzdem.
Die Apple-Filiale im Rhein-Center ist die zweite Niederlassung in Nordrhein-Westfalen; insgesamt unterhält Apple in Deutschland neun Dependancen. In Köln kümmern sich 70 Mitarbeiter um Kunden. Die meisten davon kommen aus Köln.
So wie der 30-jährige Daniel aus Köln-Nippes. Er hatte eines morgens am Rudolfplatz beim Warten auf seine Bahn auf einem Infoscreen von der geplanten Eröffnung der Filiale erfahren. "Ich habe mich dann sofort beworben", erzählt er.
Daniel sorgt sich als "Specialist" um die Wünsche der Apple-Kunden. Die Filiale ist in verschiedene Zonen eingeteilt, jedem Mitarbeiter ist eine Zone zugeordnet. "Die Hälfte des Stores dient dem Verkauf, die andere Hälfte dem Service", erklärt Marktleiter Andreas Bischof den Pressevertretern. Service wird bei Apple groß geschrieben. "Der Kunde soll eine gute Zeit bei uns verbingen und mit einem funktionierenden Gerät den Laden verlassen."
Damit das gelingt, gibt es verschiedene Servicebereiche, wo sich Kunden ihre Rechner einrichten lassen oder in Software schulen lassen können. An der so gennanten Genius-Bar, einer Art Service-Tresen im hinteren Teil des Geschäfts, stehen Mitarbeiter für alle Fragen der Kundschaft bereit. Wer will, kann sich sogar einen Termin geben lassen, um nicht warten zu müssen. Das funktioniert, für Apple selbstverständlich, auch über eine kostenlose App.
Der Service von Apple hört aber nicht beim Normalkunden auf. "Wir sind auch auf Profi-Fotografen, Video-Redakteure und Musiker eingestellt", erzählt René. Er arbeitet schon seit zwei Jahren für Apple. Für den neuen Job am Rhein ist er von Oberhausen nach Köln gezogen. Apple-Mitarbeiter tragen übrigens nur ihren Vornamen auf ihrem Namensschild.
Was auffällt: Die Mitarbeiter sind nicht nur in den Produkten des Computerherstellers geschult. Sie haben auch die Sprachregelung des US-Konzerns verinnerlicht. Erst diese Woche hatte der Techblog Gizmodo Auszüge aus einem internen Trainingshandbuch veröffentlicht, die deutlich machen, dass Apple seine Mitarbeiter mit allerlei Psychologie und sprachlichen Vorgaben auf Erfolg trimmt. In Köln ist das nicht anders. Eine Frage nach der Verschwiegenheitspolitik von Apple wird sogleich mit einem Hinweis auf den Gleichbehandlungsgrundsatz beantwortet. Eine eigentlich harmlose Nachfrage nach dem Zeitpunkt der eigenen Bewerbung bleibt merkwürdig unbeantwortet. So genau weiß man das nicht mehr.
Den Kunden kann das egal sein. Den Apple-Mitarbeitern ist es augenscheinlich wurscht. Sie identifizieren sich mit dem wertvollsten Unternehmen der Welt, das mit seinen Produkten eine so ungemeine Anziehung ausübt. Allen sieht man den Stolz an, dabei zu sein, für Apple arbeiten zu dürfen. Keine Frage, solche Mitarbeiter wünscht sich jedes Unternehmen.
Als die Eröffnung des Apple-Stores kurz bevorsteht, versammeln sich die Apple-Angestellten, um mit Sprechchören die Fans auf der anderen Seite der Glasfront zu grüßen. Diese sind so sehr damit beschäftigt, die einstudierte Zeremonie mit Videokamera, iPhone und iPad aufzunehmen, dass der Funke zunächst nicht überspringen will. Doch schon wenig später ist alles wie gewünscht.
Einer nach dem anderen laufen die Kunden durch das Spalier der Mitarbeiter, die mit tosendem Applaus, Sprechchören und Choreographien einem uralten Marketinggrundsatz Leben einhauchen: Gib dem Kunden das Gefühl, dass er König ist. Apple schafft das spielerisch. Und beeindruckend. Dabei wird auch der neue Standort nicht vergessen. Mit mit dem Anstimmen von "Viva Colonia" machen die Mitarbeiter noch einmal deutlich: Apple ist auch in Köln.
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(Erstellt am 1. September 2012 - 13:41 Uhr; aktualisiert 9. Oktober 2012 - 8:51 Uhr)
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Kommentare
*gähn* hier ist ein Sack
*gähn*
hier ist ein Sack Fallobst umgefallen...
Was ein Hype um dieses Zeug!
Blödsinn, das sind Links
Blödsinn, das sind Links auf youtube-Videos von der Eröffnung.
Echt schei** Leuten einfach so etwas zu unterstellen.
Das war eine geile
Das war eine geile Eröffnung. Stimmung war klasse!
Hier ein paar Impressionen :-)





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