Junggesellen warten auf die große Liebe
Neue Goldgelbe Löwenäffchen im Zoo
Nicht bei jedem beliebt sind die Gruppen junger Männer, die in Köln ihren feuchtfröhlichen Abschied vom Junggesellendasein feiern. Das neue Junggesellenquartett im Kölner Zoo dürfte sich bald allerdings allseitiger Beliebtheit erfreuen: Am Mittwoch kamen die vier Goldgelben Löwenäffchen aus Kopenhagen am Rhein an.
Sie gehören einer brasilianischen Affenart an, die vor ein paar Jahren fast schon ausgestorben war. Nur dank strenger Schutzmaßnahmen und gezielter Auswilderung leben jetzt wieder fast 1.000 Tiere in einem Schutzgebiet im Südosten Brasiliens. Doch als gerettet kann ihr Bestand noch lange nicht gelten.
Etwa 600 Tiere leben in menschlicher Obhut und sind in einem internationalen Arterhaltungsprogramms erfasst. Auch die Kölner Gang gehört dazu. Sie lebt gleichsam auf Abruf hier: Sollte ein Zuchtzoo ein Männchen brauchen, heißt es Abschied nehmen. So wie in freier Natur: Auch dort leben die jungen Männchen in Gruppen zusammen – und wenn einer seine Liebe gefunden hat, heißt es Abschied nehmen von den Freunden.
Wann es in Köln wieder ein Pärchen geben wird, bleibt abzuwarten. Löwenäffchen gab es schon einmal in Köln, das letzte Männchen starb 2010 im biblischen Alter von 19 Jahren, das Weibchen schon vor fünf Jahren. Zwei der Neulinge sind drei, zwei zwei Jahre alt.
Sie ernähren sich von Obst und Insekten. Sie erreichen bei einem Gewicht von etwa 600 Gramm eine Körperlänge von bis knapp über 30 Zentimeter, hinzu kommt ein 40 Zentimeter langer Schwanz, der bei Klettern und Springen zur Balance dient. Ihr seidiges Fell ist meist goldgelb, das haarlose Gesicht ist von einer dichten Mähne umgeben, die den Löwenäffchen ihren Namen gab.
„Getauft“ wurden die nunmehr Kölner Jungs noch nicht. „Wir müssen sie erst einmal kennen und unterscheiden lernen“, sagt Tierpfleger Wolfgang Schmiedeberg. „Dann geben wir ihnen indianische Namen, die zu ihnen passen.“. (js)
(Erstellt am 16. August 2012 - 15:03 Uhr; aktualisiert 16. August 2012 - 16:36 Uhr)
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