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Gutachter im Hauptausschuss

Hinweise auf gravierende Mängel an Kölner U-Bahnbaustelle

Köln (ddp-nrw/ol). Bei der Suche nach der Ursache für den Einsturz des Kölner Stadtarchivs vom März 2009 verdichten sich Hinweise auf massive Mängel bei der benachbarten U-Bahnbaustelle Waidmarkt.

Bildergalerie: Einsturz des Historischen Stadtarchivs   

Ein Experte des TÜV wies am Montagabend auf der Sitzung des Hauptausschusses des Kölner Stadtrates auf ein verbogenes Fugenblech hin, das unmittelbar an dem Bauabschnitt verarbeitet wurde, wo ein unterirdisches Leck an der Baustelle vermutet wird. In diesem Bereich könnte Grundwasser die Baustelle unterspült haben, was eine mögliche Ursache für den Gebäudeeinsturz wäre.

Das Blechstück wurde offenbar im Jahr 2005 zerstört, als ein Bagger zwischen den bereits fertigen Lamellen 10 und 12 den Schlitz für die Lamelle 11 graben wollte. Dabei wurde der 3,40 Meter breite Greifer des Baggers durch Hindernisse im Erdreich beschädigt und durch ein nur 2,80 Meter breites Gerät ersetzt. Der Experte vermutet, dass in dem Abschnitt, in dem der schmalere Greifer im Einsatz war, später eine erhebliche Menge Beton fehlte. Bei dem Unglück am 3. März 2009 waren zwei junge Männer getötet und unzählige wertvolle Kulturschätze verschüttet worden.

Die in der "ARGE Los Süd" zusammengeschlossenen beteiligten Bauunternehmen bezeichneten in einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung die Schlussfolgerungen des vom Bauherren KVB beauftragten Gutachters als «Spekulationen». Es lägen keine neuen Erkenntnisse vor, die Rückschlüsse auf die Ursachen für den Einsturz des Stadtarchivs zulassen. Die in der Hauptausschusssitzung gemachten Aussagen zur Baustelle am Waidmarkt seien seit Jahren bekannt.

(Erstellt am 29. Juni 2010 - 12:46 Uhr; aktualisiert 29. Juni 2010 - 15:34 Uhr)


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Kommentare

Und so wird es weitergehen.

Und so wird es weitergehen. Ich war es nicht, frag den mal. Nein, nein, der da ist schuld. So wird es bis zum Sankt Nimmerleinstag weitergehen. So lange bis auch jeder "Beweis" verschüttet ist unter den Annalen des Vergessens. Was zählt denn schon ein Menschenleben, wenn es um horrende Summen geht? Man schaue sich nur die Irak- und Afghanistan Kriege. Alles nur aus Macht und Geld Sucht.

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