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Gefahr für Feuerwehrleute

Bergungsarbeiten am Stadtarchiv vorerst eingestellt

Köln (ddp-nrw). Die Feuerwehr hat am Dienstag die Bergung von verschütteten Archivgütern in der Kölner Südstadt vorerst eingestellt. «Wir sind jetzt bei zwei Metern unter dem Grundwasserspiegel angelangt. Tiefer können wir so nicht graben, das wäre zu gefährlich», sagte ein Feuerwehrsprecher dem «Kölner Stadt-Anzeiger» (Mittwochausgabe).

Beim Einsturz des Stadtarchivs vor viereinhalb Monaten waren die Trümmer trichterförmig im Erdreich versunken. Würden die Helfer die Grube jetzt Meter für Meter weiter ausheben, rutschten Sand und Kies von oben in den Trichter. «Der gesamte Bereich um die Einsturzstelle könnte instabil werden», erläuterte der Sprecher.

Bildergalerie: Der Einsturz des Historischen Stadtarchivs 

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Ob und wie es weitergeht, hängt wesentlich vom Ergebnis einer Machbarkeitsstudie ab, die von der Stadtverwaltung bei einem Ingenieurbüro in Auftrag gegeben wurde. Die Experten untersuchen, unter welchen Voraussetzungen und Sicherheitsstandards die Grabungen fortgesetzt werden können und wie teuer diese Maßnahmen wären. Am 10. August sollen die Ergebnisse dem Hauptausschuss des Kölner Stadtrats vorgelegt werden. Die Mitglieder wollen dann entscheiden, wie es weitergeht.

Bis auf zwölf Meter unter Straßenniveau haben Bagger die Einsturzstelle bislang freigelegt. Probebohrungen haben gezeigt, dass der Archivschutt bis zu 20 Meter tief liegt. Die Stadt Köln geht davon aus, dass bislang rund 90 Prozent der Archivbestände geborgen wurden.

Bei dem Einsturz des Stadtarchivs und zweier benachbarter Wohnhäuser waren am 3. März zwei Menschen getötet worden. Ein Wassereinbruch in die U-Bahnbaustelle am Stadtarchiv gilt als wahrscheinlichste Unglücksursache.

(Erstellt am 22. Juli 2009 - 11:27 Uhr; aktualisiert 22. Juli 2009 - 11:37 Uhr)


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