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Polizisten angegriffen und Rettungsassistenten ins Gesicht getreten - Haftrichter!

Köln (ots) - Beschuldigtem Blutprobe zur Feststellung von Alkohol- und Drogenkonsum entnommen

Die Polizei Köln hat gestern Abend (9. November) in der Innenstadt einen bereits polizeibekannten Wohnungslosen (36) vorläufig festgenommen. Dem 36-Jährigen wird vorgeworfen, Polizisten und Rettungskräfte beleidigt, bespuckt und angegriffen zu haben. Einen Rettungsassistenten (23) trat der vermutlich unter Drogeneinfluss Stehende direkt ins Gesicht. Durch den Tritt wurde der 23-Jährige leicht verletzt.

Gegen 19.50 Uhr waren Polizisten am Neumarkt im Einsatz, um sich dort um eine hilflose Person zu kümmern. Hinweisgeber hatten über den Polizeinotruf gemeldet, dass im Bereich der Stadtbahnhaltestelle ein regungsloser Mann liegen solle.

Die Einsatzkräfte fanden den Hilflosen in der Nähe eines Haltestellenhäuschens und kümmerten sich sofort um ihn. Nachdem die Beamten den Mann geweckt hatten, fiel dieser kurz darauf wieder in einen Schlummerzustand zurück. Nochmals aufgeweckt, reagierte der vermeintlich Hilfsbedürftige aggressiv und begann sofort die Polizisten zu beleidigen und drohte ihnen mit der geballten Faust. Um sich zu schützen und einen bevorstehenden Angriff zu unterbinden, legten die Beamten dem Drohenden Handfesseln an. Gemeinsam mit zwischenzeitlich eingetroffenen Rettungskräften brachten die Uniformierten den 36-Jährigen zum Krankenwagen.

Dort angekommen begann der Mann erneut mit wilden Beschimpfungen und spuckte einem Sanitäter (25) gezielt in Richtung des Gesichts. Nur weil er schnell auswich, wurde der 25-Jährige nicht im Gesicht, sondern auf der Einsatzkleidung getroffen.

Da der Renitente jede Hilfe ablehnte nahmen ihn die Polizisten zur Ausnüchterung und Verhinderung weiterer Straftaten in Gewahrsam. Mit Hilfe der Rettungskräfte brachten die Beamten den aggressiven Mann zum Streifenwagen. Beim Einsteigen in das Polizeifahrzeug trat der Polizeibekannte dem Rettungsassistenten direkt ins Gesicht - Festnahme!

Auf richterliche Anordnung entnahm ein Arzt dem Festgenommenen eine Blutprobe. Er muss sich jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und Widerstands gegen Personen, die Vollstreckungsbeamten gleichgestellt sind verantworten. Es ist geplant ihn noch heute dem Haftrichter vorzuführen. (he)


(2017-11-10T14:06:29+0100)

(Erstellt am 10. November 2017 - 14:06 Uhr; aktualisiert 10. November 2017 - 14:32 Uhr)

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