Kardinal stelle "infame" Forderung
Zentralrat der Juden kritisiert Erzbischof Meisner
Düsseldorf (ddp-nrw). Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat den Kölner Erzbischof Joachim Meisner wegen dessen Kritik an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) scharf angegriffen. Meisners Forderungen an Merkel seien «infam», sagte der Generalsekretär des Zentralrats, Stephan Kramer, am Freitag dem Onlineportal «Handelsblatt.com.
Meisner hatte die Kanzlerin aufgefordert, sich für ihre Kritik zu entschuldigen, die sie zur Haltung von Papst Benedikt XVI. gegenüber der ultrakonservativen Piusbruderschaft und dem Holocaust-Leugner Richard Williamson geäußert hatte. Regierungssprecher Ulrich Wilhelm hat unterdessen klargestellt, dass Merkel eine Entschuldigung beim Papst ablehnt. Die Regierungschefin habe zu dem Thema »alles gesagt, was dazu zu sagen war«, erklärte Wilhelm am Freitag in Berlin.
Kramer sagte »Handelsblatt.com»: «Für die Bundeskanzlerin gibt es nichts, wofür Sie sich zu entschuldigen hätte». Sie habe den Papst weder beleidigt, noch herabgewürdigt. Sie habe lediglich «eine längst überfällige Klarstellung des Papstes zu dessen eigenen Worten eingefordert». Meisner hingegen versuche von «einer massiven Glaubwürdigkeitskrise in der katholischen Kirche abzulenken und buhlt um die Piussektierer und die Fundamentalisten in der eigenen Kirche».
(Erstellt am 28. März 2009 - 10:18 Uhr; aktualisiert 4. April 2009 - 9:53 Uhr)
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Kommentare
Was ich mich hierzu frage:
Was ich mich hierzu frage: Was unternahm der Zentralrat der Juden, als im Rahmen des Gaza-Konfliktes, auch hier in Deutschland, (sogar auf der Domplatte in Köln) islamistische Nazis u.a. "Tod den Juden", "Juden ins Gas", u.ä. gebrüllt haben????









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