Empörung über Lanxess-Arena

Stadtrat will kein "Ultimate Fighting" in Köln

Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am Donnerstag die "Ultimate Fighting Championship"-Veranstaltung als verabscheuungswürdig verurteilt. Das am 13. Juni in der Lanxess-Arena stattfindende Kampfschauspiel vereint verschiedenste Kampfstile und gilt als äußerst brutal.

Die "Ultimate Fighting Championship"-Veranstaltung in der Lanxess Arena am 13. Juni zieht die Kritik des Rates der Stadt Köln auf sich. Die Ratsmitglieder unterstützten am Donnerstag einstimmig einen von Dr. Martin Müser eingebrachten Antrag, in dem es heißt: "Freefight-Veranstaltungen bedienen niederste Instinkte und suggerieren bei den Zuschauern eine gesellschaftliche Akzeptanz brutaler und verabscheuungswürdiger Verhaltensweisen."

Zur Beschreibung des Kampfereignisses, bei dem zwei Kontrahenten ihren Gegner mittels verschiedener, gleichzeitig eingesetzter Kampfstile besiegen wollen, zitierte der Bürgermeisterkandidat des "Kölner Bürger Bündnisses" aus einem Artikel der "Frankfurter Allgemeinen" vom 1. Februar 2009, in dem die Sportart als blutrünstiges Schauspiel ohne Regeln beschrieben wird. Neben der Missbilligung des Events forderte der Rat daraufhin das Management der Lanxess Arena auf, Veranstaltungen dieser Art zukünftig abzulehnen.

Die "Ultimate Fighting Championship" präsentieren zum ersten Mal in Deutschland Zweikämpfe, die Elemente verschiedener Kampfsportarten wie des Wrestling, Jiu Jitsu oder Kickboxen vereinen. In zehn Kämpfen stehen sich die "Mixed Martial Arts (MMA)"-Kämpfer gegenüber, um den Besten unter sich auszumachen.

Ausgetragen werden die Kämpfe in dem sogenannten Octagon, einem achteckigen Ring, der von hohem, schwarzen Maschendraht umzäunt ist. In drei Runden á fünf Minuten geht es tatsächlich rasant zur Sache: Kämpfer wie Randy Couture, der während seiner Armyzeit drei Jahre in Hannover lebte, oder Wanderlei Silva schlagen und boxen aufeinander ein, hebeln sich aus und wenden Würfe an, bis dass der Ringrichter eingreift.

Dem Vorwurf, es gehe um einen "Kampf auf Leben und Tod im Stahlkäfig" widerspricht "UFC" jedoch: Es handele sich viel mehr um eine Kombination mehrerer zugelassener Kampfsportarten, die Athletik und Intelligenz gleichermaßen voraussetze. Der Zweikampf sei streng reglementiert und im übrigen sicherer als der gesellschaftlich etablierte Boxkampf. Dies zeige auch ein Blick in die Verletztenstatistik: In 16 Jahren und rund 1.000 ausgetragenen Kämpfen sei ein gebrochener Arm die schwerste Verletzung, die ein UFC-Kämpfer je davon getragen habe.

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