Winterhilfe 2012
So will die Stadt Obdachlose vor dem Kältetod retten
Angesichts des Kälteeinbruchs weist die Stadt Köln auf das Angebot der Winterhilfe für Wohnungslose hin. Ein Kältebus, sogenannte "Kältegänge" städtischer Mitarbeiter und die Einrichtung von Nachtcafes sollen Obdachlosen einen zusätzlichen Schutz vor Frost und Nässe ermöglichen. Nicht zuletzt sollen Mitbürger die Stadt über hilflose Wohnungslose über eine 24-Stunden-Hotline informieren.
Wer in letzter Zeit beim Verlassen der Wohnung Mütze und Schal vergessen hatte, wurde knallhart bestraft. Schon bei kurzen Aufenthalten an der frischen Luft waren Frostnase und kalte Ohren vorprogrammiert. Doch was ist mit all den Kölnern, die weder Strickklamotten noch ein Dach über dem Kopf besitzen? Diese will die Stadt mit einem speziellen Winterhilfsprogramm unterstützen. Dabei sind die Kölner Bürger zur Mithilfe aufgerufen.
Warme Schlafplätze für Wohnungslose
Von November bis April stehen den Betroffenen zusätzliche warme Schlafplätze zur Verfügung. Neben den rund 700 ganzjährlich zu vergebenden Wohnungen finden akut Wohnungslose 300 weitere Schlafplätze zur Überwinterung. Außerdem werden in fünf Kölner Kirchengemeinden sogenannte Nachtcafés eingerichtet, in denen sich Obdachlose nachts aufhalten dürfen. Sonntags bietet die Heilsarmee in der Nähe vom Barbarossaplatz einen warmen Unterschlupf, montags der Gemeinderaum St. Maria im Kapitol, dienstags die Evangelische-Freikirchliche Gemeinde, mittwochs die Katholische Kirchengemeinde St. Severin, donnerstags das Mentorat für Studierende der Katholischen Theologie und freitags die Obdachlosenseelsorge Gubbio in der Südstadt.
Städtische Mitarbeiter rücken für "Kältegänge" aus
Bei einem längerfristigen Absinken der Temperaturen in den Minusbereich will die Stadt eigene Mitarbeiter an die bekannten Schlafstellen von Obdachlosen schicken, um sie vor dem Erfrierungstod zu schützen und sie zur Annahme der Hilfen zu bewegen. Außerdem soll eine Broschüre Mitarbeiter der Polizei, der Feuerwehr und der Rettungsdienste, in den Krankenhäusern, in Bahnhöfen und der KVB über die Hilfen und Kontaktstellen für in Wohnungslosigkeit geratenen Bürger aufklären.
So können Sie selbst mithelfen
Aber nicht nur nachts, sondern auch tagsüber haben Obdachlose mit den Minustemperaturen zu kämpfen. Dafür hat die Stadt einen "Kältebus" eingerichtet, der nach Bedarf entweder von den Wohnungslosen selbst oder auch von Mitbürgern angefordert werden kann. Dieser fährt direkt an den Aufenthaltsort des Wohnungslosen vor und bietet ihm einen warmen Aufenthalt.
Der Kölner Kältebus ist unter folgender Telefonnummer 0221 / 44 10 26 erreichbar. Helfer sollten jedoch vor dem Anruf abklären, ob der Betroffene überhaupt in den Bus einsteigen möchte. Ansonsten fehlt er möglicherweise an einer anderen Stelle.
Über die gleiche Hotline können aufmerksame Kölner die Stadt über hilfsbedürftige Obdachlose informieren. Die Telefonnummer ist 24 Stunden erreichbar und kann möglicherweise den ein oder anderen Obdachlosen vor dem Kältetod bewahren. Hinweise werden auch per Email unter sozialamt.resodienste@stadt-koeln.de in Empfang genommen. (Fotos: dapd)
Weitere Informationen zum Winter-Hilfprogramm 2012 finden Sie im städtischen Internetauftritt.
(Erstellt am 3. Februar 2012 - 12:33 Uhr; aktualisiert 3. Februar 2012 - 15:28 Uhr)
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Kommentare
es sind ja nur "berber" da
es sind ja nur "berber" da gibt es ein nettes lied---
ob drei oder 100 an der kälte zu grunde gehn .... wen juckts?
ich meine auch das sind leben und schicksale
die stadt bzw. die KVB
die stadt bzw. die KVB brauchen doch nur die u_bahnen offen zu lassen. alternativ einen bunker öffnen, dort ist alles as zum überleben notwendig ist, die herrschaften müssen nur anschl. (nach jeder nacht) ihren mist wegräumen und putzen.









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