"Pro Köln"-Demo in Kalk

Rechte Demo: Grünen-Politiker kritisieren Polizeipräsident

Ein politisches Nachspiel wird die Demonstration der rechtsextremen Ratspartei „Pro Köln“ vom Samstag durch Kalk haben. Die grünen Abgeordneten Andrea Asch und Volker Beck wollen die Polizei-Strategie im Landtag zur Sprache bringen. „Zum ersten Mal hatte ich den Eindruck, dass der Spruch ‚Deutsche Polizisten schützen die Faschisten‘ stimmt“, sagte Asch.

Rund 2.000 Polizisten waren im Einsatz, schon gegen vier Uhr morgens war begonnen worden, den Demonstrationsweg über die Kalker Hauptstraße weiträumig abzusperren. Dadurch war auch der Zugang zur genehmigten Gegenkundgebung erheblich erschwert. „Das ist nicht verhältnismäßig“, urteilte Beck über die Strategie von Polizeipräsident Wolfgang Albers. Trotzdem fanden sich insgesamt mehrere hundert Gegendemonstranten ein.

Auf der Kundgebung erinnerte Bezirksbürgermeister Markus Thiele an 17 junge Flakhelfer, die genau vor 67 Jahren in einer Flakstellung in Ostheim starben: „Sie wurden bedenkenlos geopfert, es ist eine Schande, dass genau an diesem Tag die gleichen rassistischen Ideologieträger durch Kalk marschieren.“

Anders als im November des Vorjahres wurde die Demonstration der knapp 80 Rechtsextremen, davon nur knapp die Hälfte aus Köln, diesmal nicht durch eine Blockade verhindert. Bis auf Lebensmittel- und Filialläden hatte alle Geschäfte an der Kalker Hauptstraße geschlossen. Nach Polizeiangaben verlief alles ohne besondere Vorkommnisse.

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