"Bandidos" stürmen die Stadt
Polizei befürchtet Rocker-Krieg in Köln
Die Kölner Polizei ist an diesem Wochenende in erhöhter Alarmbereitschaft: 150 Mitglieder Motorrad-Gang "Bandidos" haben ein Lokal in der Kölner Innenstadt gemietet. Die Polizei fürchtet, dass es zu einem Showdown mit den konkurrierenden "Hell's Angels" kommen könnte.
Die "Bandidos" haben sich laut Informationen des Kölner Express am kommenden Samstag in der "Fischhalle" gegenüber der Schokoladenfabrik eingemietet, um eine Party zu schmeißen. Um Köln am Wochenende vor einer Eskalation der Rocker-Rivalität zu schützen, hat die Polizei mehrere SEK-Einheiten und Hundeführer sowie rund 200 Beamte der Bereitschaftspolizei in Alarmbereitschaft versetzt.
Die "Bandidos" sind ein seit Ende der 80er in Deutschland agierender Motorradclub, dessen Mitglieder genau wie die der "Hell's Angels" seit Jahren durch organisierte Kriminalität und Gewalttaten in und um das Rotlichtmillieu auffallen. Beide Rockerbanden sind genau aus diesem Grund verfeindet, liefern sich in verschiedenen Ländern regelmässig Kämpfe um die Vorherrschaft in der Unterwelt.
Problematisch ist die Lage auch deshalb, weil in Köln seit dem geschlossenen Übertritt der Kölner Rockergruppe "Gremium" zu den "Hell's Angels" diese die Vorherrschaft in der Stadt haben. Die Party des rivalisierenden Clubs, dessen Mitglieder laut Express größtenteils aus Siegen kommen, könnte den Kölner Rockern gar nicht schmecken. (cr)
(Erstellt am 9. Oktober 2009 - 14:00 Uhr; aktualisiert 9. Oktober 2009 - 19:08 Uhr)
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