Kölner Zoo
Nachwuchs bei den Kapuzineräffchen
Bonita, "die Schöne", heißt der jüngste Nachwuchs im Kölner Zoo. Am 22. Juni kam das Gelbrustkapuzineräffchen zur Welt. Festgeklammert auf dem Rücken ihrer Mutter erkundet es die Welt – ab und zu traut es sich sogar schon, auf eigenen Füßen zu stehen.Mutter Riley ist mit ihren zehn Jahren schon eine erfahrene Mutter. Vor anderthalb Jahren brachte sie – sehr selten – die Zwillinge Nikan und Nashota zur Welt, davor Teniya und vor fünf Jahren Sohnemann Ciquala. Vater Ayukah, 14 Jahre alt, verteidigt seinen Nachwuchs vehement.
Video: Bonita erkundet die Welt
Die in Brasilien lebenden Gelbrustkapuzineraffen gehören zu den meist bedrohten Affenarten. In den atlantischen Regenwäldern wird ihre Zahl auf nur noch knapp 3.500 geschätzt. Dort durchstreifen sie in bis Gruppen bis zu 30 Tieren ihr Revier, sie ernähren sich von Früchten und Blättern, machen aber auch Jagd auf Kerbtiere und kleine Säugetiere. Sie können bis zu sechs Kilo schwer werden und vom Kopf bis zur Schwanzspitze eine Länge von fast einem Meter erreichen.
Der Kölner Zoo züchtet diese Affenart erst seit 2005. Die neunköpfige Gruppe gehört zum Europäischen Arterhaltungsprogramm (EEP). Derzeit werden in 16 europäischen Zoos knapp über 100 Tiere gehalten. „Wenn Ciqzala geschlechtsreif wird, müssen wir darauf achten, ob er seinem Vater Konkurrenz macht“, sagt Pfleger Wolfgang Schmiedeberg. Wenn das der Fall ist, wird er an einen anderen Zoo gegeben. „Gelbrustkapuzineraffen gehören zu den intelligensten niederen Affenarten“, so Schmiedeberg. Deshalb muss ihnen immer etwas zu tun gegeben werden.
(Erstellt am 2. August 2012 - 14:35 Uhr; aktualisiert 3. August 2012 - 8:16 Uhr)
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