Flaschenverbot im Fastelovend
"Mehr Spaß ohne Glas" an Karneval
Die Straßen übersät mit Splittern und leeren Glasflaschen: Das ist Karneval in Köln. Dem Scherbenmeer soll jetzt ein Ende bereitet werden. Künftig ist an den närrischen Tagen in den Hotspots Altstadt, Zülpicher Viertel und auf den Ringen das Verkaufen und Mitbringen von Glas und Glasflaschen verboten.
"Mehr Spaß ohne Glas ist kein Alkoholverbot", betont Robert Kilp, Leiter des Ordnungsamtes. Aber alle Jecken, die zum feiern und bützen bespielsweise auf den Alter Markt strömen, müssen nun ihre Flaschen an Sammelstellen abgeben. Auch der Nachschub aus dem Kiosk oder der Gaststätte wird nicht mehr in Flaschen ausgeschenkt. Die neue Lösung heißt Kölschgläser aus unkaputtbarem Polycarbonat.
Mathias Johnen, Vertreter der Abfallwirtschaftbetriebe Köln, hofft, dass durch das Glasverbot die 400 Tonnen Abfall, die über die Karnevalstage auf den Straßen landen, deutlich reduziert werden. Alleine 12 Reifenschäden wurden im letzten Jahr bei der AWB gezählt. "Wir haben schon über Schneepflüge nachgedacht", so Johnen. Mit dem Flaschenverbot könne jedoch der Müllberg um etwa 30 Prozent reduziert werden.
Bei einem Besucheraufkommen an den Karnevalstagen, das größer ist als in Düsseldorf und Mainz zusammen, wird die Problematik der konsequenten Durchführung des Projekts "Mehr Spaß ohne Glas" schnell deutlich. Der große Andrang zahlreicher Jecken stellt die Stadt jedes Jahr vor eine große Herausvorderung."Erwarten Sie nicht, das wir im ersten Jahr gleich glasfrei sind", so Klip. In den nächsten Jahren soll das Ziel jedoch Stück für Stück erreicht werden.
Bundesmodellprojekt "Hart am Limit"
Auch die Maßnahmen zur Alkoholprävention bei Jugendlichen werden in dieser Session ausgeweitet. Neben den bewährten Streetworkern wird nun das Bundesmodellprojekt "Hart am Limit (HaLt)" eingeführt. Gezielte Gespräche mit Jugendlichen, deren übermäßiger Alkoholkonsum im Krankenhaus endete, und deren Eltern sollen wiederholtes Komatrinken verhindern.
"Wir wollen nicht immer nur gegen den Ballermannkarneval reden, sondern auch aktiv den Imageschaden des Kölner Karnevals und der Stadt Köln verhindern", so der Vizepräsident des Festkomitees des Kölner Karnevals von 1823 e.V. Joachim Wüst. "Die Jecken sollen sich im Straßenkarneval wohlfühlen und Spaß haben", betont Stadtdirektor Guido Kahlen, "auch ohne Glas."
(Erstellt am 24. November 2009 - 14:50 Uhr; aktualisiert 26. November 2009 - 13:09 Uhr)
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Vorheriger Artikel: Kölner Studenten demonstrieren weiter
Kommentare
Ich weiß gar nicht, die
Ich weiß gar nicht, die Aufregung soll. Wenn es keine Glasflaschen mehr gibt, dann wird der Schnaps eben in PET-Flaschen ausgeschenkt. Angebote gibt es doch ausreichend. Von Vodka bis Likör in PET.
Jedenfalls gibt es weniger Verletzte durch Glasscherben.
Ich weiß gar nicht, die
Ich weiß gar nicht, die Aufregung soll. Wenn es keine Glasflaschen mehr gibt, dann wird der Schnaps eben in PET-Flaschen ausgeschenkt. Angebote gibt es doch ausreichend. Von Vodka bis Likör in PET.
Jedenfalls gibt es weniger Verletzte durch Glasscherben.
grandios, anstatt einer
grandios, anstatt einer kölschflasche werden nun drei plastik gläser rumfliegen (die im übrigen auch splitern) und zudem bestimmt noch das dreifache kosten werden..
Dieses Glasflaschenverbot
Dieses Glasflaschenverbot wird genau EINEN Nutzen haben (vielleicht): es wird ETWAS weniger Glasscherben und Müll auf den Straßen geben zu Karneval (daher erfreulicherweise auch weniger Verletzungen durch Scherben).
Es wird NICHT dazu führen (das geht jetzt an einige Vorredner) ...
- dass es weniger Prügeleien geben wird.
- dass es weniger bis zum Koma strunzbesoffene Jugendliche und sonstige Zeitgenossen geben wird (Flachmann & Co. lassen grüßen, nur so als Denkanregung...)
Im übrigen wage ich sogar zu bezweifeln, ob sich der Müllberg durch diese Idee wesentlich verringern wird (also um die geschätzten 30 %). Wenn nämlich keine Flaschen mehr mitgebracht werden dürfen, werden die Leute eben auf Dosen ausweichen. Dass alle stattdessen lieber brav den Wirten ihre überteuerte Plörre aus den Händen reißen werden - das glauben wohl auch nur die Geniebolzen im Rat... Also haben wir dann einen Riesendosenhaufen statt Flaschenhaufen....
Naja, wir werden sehen. Ich gönne der Anordnung jedenfalls einen Erfolg.
Hallo, nein, sicher würde
Hallo,
nein, sicher würde das die Hemmschwelle vieler "Spacken" nicht senken, darum geht es mir auch gar nicht. Sollen die sich doch die Köppe einhauen. Haben die anderen wenigstens was zum sehen!
Ich finde es ist richtig dieses Verbot auszusprechen, da es doch nicht von der Hand zu weisen ist, dass ein Großteil aller Verletzungen, von Schlägereien mal abgesehen, eben durch Glasscherben verursacht werden, weil sich das Koma-Saufen in den letzten Jahren im Karneval zu einer festen Größe etabliert hat.
Und das man die Jugendlichen davon abhalten muss steht ausser Frage. Nen Bier, oder mal auch nen Kurzen, dagegen hat sicher keiner was, nur das man sich damit regelrecht ins Nirvana katapultieren muss, kann ich nicht verstehen und auch nicht tolerieren.
Klar hab ich in jüngeren Jahren auch mal einen über den Durst getrunken, aber das ich "kotzend" in der Straßenbahn gesessen oder halt tot in der Notaufnahme gelegen habe, das hat es nicht gegeben.
Vielen meiner Gleichaltrigen fehlt was das angeht mal ´ne echte Tracht prügel!!!
Hallo, nein, sicher würde
Hallo,
nein, sicher würde das die Hemmschwelle vieler "Spacken" nicht senken, darum geht es mir auch gar nicht. Sollen die sich doch die Köppe einhauen. Haben die anderen wenigstens was zum sehen!
Ich finde es ist richtig dieses Verbot auszusprechen, da es doch nicht von der Hand zu weisen ist, dass ein Großteil aller Verletzungen, von Schlägereien mal abgesehen, eben durch Glasscherben verursacht werden, weil sich das Koma-Saufen in den letzten Jahren im Karneval zu einer festen Größe etabliert hat.
Und das man die Jugendlichen davon abhalten muss steht ausser Frage. Nen Bier, oder mal auch nen Kurzen, dagegen hat sicher keiner was, nur das man sich damit regelrecht ins Nirvana katapultieren muss, kann ich nicht verstehen und auch nicht tolerieren.
Klar hab ich in jüngeren Jahren auch mal einen über den Durst getrunken, aber das ich "kotzend" in der Straßenbahn gesessen oder halt tot in der Notaufnahme gelegen habe, das hat es nicht gegeben.
Vielen meiner Gleichaltrigen fehlt was das angeht mal ´ne echte Tracht prügel!!!
.... jedenfalls hätten
.... jedenfalls hätten meine Reifen am Fahrrad eine höhere Überlebenschance ...........
@Patrick: Inwieweit bedeutet
@Patrick: Inwieweit bedeutet es für dich denn ganz konkret einen Unterschied ein Glas oder einen Plastikbecher in der Hand zu haben? Schlägt man wirklich schneller zu, wenn man die "Gelegenheit" in der Hand hat? Oder ist ds nicht doch eher eine Sache der persönlichen Einstellung? Oder weswegen genau, findest du es ein richtiges Signal?
ich frage mich eben, ob solche Signale (=Marker, = Schilder) überhaupt etwas nutzen und man eben nicht weit vorher anfangen muss.
Da finde ich die oben erwähnte HaLT-Kampagne wesentlich zielgruppenorientierter.
Gruß, MisiaMistrani (leider erscheint das namensfeld nicht mehr bei weiteren Kommentaren)
Also auch wenn ich erst 23
Also auch wenn ich erst 23 bin und auch super gerne feiern gehe, finde ich das Glas-/ und Flaschenverbot das richtige Signal!
Wo soll denn auch bitteschön das Problem sein sein Kölsch aus Plastikbechern zu trinken? Das habe ich schon in viele verschiedenen Städten gesehen z.B. Kirmes im Ruhegebiet, Karneval in den niederrheinischen Städten und Gemeinden aber auch in Hamburg, da ist es ganz normal und es motzt und nörgelt keiner rum!
Man hat sich damit arrangiert, weil damit ja nicht der Spass sondern vielmehr Gefahren beseitigt werden, die nicht sein müssen. Oder wie fändet ihr es, wenn sich eure Kinder die Hände an Scherben aufschneiden beim Kamelle sammeln, nur weil irgendwelche Saufbolde sich wieder abgeschossen haben und nichts mehr festhalten können?
Aber ich glaube das ist ein sehr kölches Problem. Grds. erstmal über alles nörgeln, anstelle es mal zu versuchen und dann zur Jahresmitte 2010 ein Resumee ziehen!
Ich jedenfalls kann mich sehr damit anfreunden und den echten Jecken sollte das nicht den Spass verderben.
Viele Grüße
Patrick.
Also ich finde, wer bei
Also ich finde, wer bei Massenveranstaltungen dieser Größenordnung die Verwirklichung seiner PERSÖNLICHEN FREIHEITSIDEALE vor den Schutz der anderen setzt, der ist dort absolut fehl am Platz. Der Vorredner MisiaMistrani darf so FREI sein wie er will und seinen Flaschenalkohol gemütlich zu Hause konsumieren.
@MisiaMistrani: Deine
@MisiaMistrani:
Deine persönliche Freiheit hört da auf, mein Lieber, wo es um Vermeidung von Krawall, Aggression und Gewalt sowie um Jugendschutz geht!
werter Gast - zunächst bin
werter Gast - zunächst bin ich weiblich - und "dein Lieber" nicht dass ich wüsste ;-) - natürlich bin ich gegen Krawall, Agression und Gewalt. Egal ob von Jugendlichen oder Erwachsenen verübt. Ich plädiere an die persönliche Verantwortung. Etwas, wo es viel vorher anzusetzen wäre als bei einem Flaschenverbot, dessen systemischen Wirkungen sehr viele andere Nichtbeteiligte (Kioskbesitzer, Gastronomen) mit beeinträchtigt.
Ich bin durchaus bereit meinen "Einsatz" dafür zu zeigen, finde diese Regelung jedoch sowohl zum Teil am Punkt vorbei (Oberflächenkosmetik), nichtnachhaltig, als auch äusserst schwierig umzusetzen.
Freundliche Grüße MisiaMistrani
Die Kioskbesitzer leben
Die Kioskbesitzer leben davon, dass sich ihre jugendlichen Kunden die Schädel einschlagen und ins Koma saufen?!! Hallo??!
Denk auch einer an die
Denk auch einer an die Kioskverkäufer, die davon Leben.Dank Tritin ist es soweit gekommen. Der gute Mann kann doch die Stadt Kehren oder nicht?????????????
Was bedeutet das für die
Was bedeutet das für die Feierwilligen? Karneval zu feiern wird NOCH teurer. Es glaubt doch keiner, dass die Plastikbecher mit Kölsch dann zu Kiosk oder Supermarktpreisen abgegeben werden? Also, Feierfreudige, plant schonmal den Bollerwagen mit diversen Vorratsfässern *lach ...
Ich bin keinesfalls gegen die Grundidee, den Müll und die Scherben zu reduzieren. Auch wenn ich bisher gut und gerne gefeiert habe, ich war immer noch so sehr Herr meiner Sinne, dass ich das Pfand der Gläser wieder zurück gelöst habe oder dem ein oder anderen Berufsflaschensammler in die Hand drückte und eben nicht auf die Strasse warf.
Mein Vorschlag: temporär das Pfand zu erhöhen. Oder - nahezu zynischer Vorschlag, da ich eigentlich von 1-EUR-Jobs nichts halte: in so einem Fall wäre es vielleicht mal vertretbar, fände ich.
Denn: mir schmeckt Kölsch aus Platikbehältnissen nicht. Da bin ich bestimmt nicht die Einzige. Und wegen dem ein oder anderen Kleinen Feigling mich einer Taschenkontriolle beim Betreten der "Feierzone" zu unterziehen finde ich überschreitet meine persönliche Freiheit.
Und bitte UNBEDINGT auch
Und bitte UNBEDINGT auch gleich den Flaschenverkauf in den Supermärkten und an den Büdchen verbieten! Sonst ist das Projekt schon gleich zum Scheitern verurteilt!
Diese Sauftiraden sollte es
Diese Sauftiraden sollte es in Köln grundsätzlich nicht geben.Die heutige Jugend ist nicht mehr mit der Jugend von früher vergleichbar.Heute herrscht Gier und Schamlosigkeit,sowie Respektlosigkeit und Faulheit vor.Zügellosigkeit und grenzenlose Eigensucht sind die Markenzeichen der Jugend von heute!Arbeit und Selbstverdienen sind Begriffe die dieses hhhmmmmmm nicht mehr kennt!
Olaf..
Na da wird sich die
Na da wird sich die Gastronomie aber freuen! Herzlichen Glückwunsch für erstklassige Lobbyarbeit, aber das kennen wir ja in Kölle (nennt man normalerweise Klüngel)! Und wer glaubt, dass das hilft Kids vom saufen abzuhalten, hat noch nie was von kleinem Feigling o.ä. gehört!
Laut Aussagen der
Laut Aussagen der Polizei/des Ordnungsamts war es doch SOOO FRIEDLICH an Karneval.
Reine Lippenbekenntnisse.
Reine Lippenbekenntnisse. Das kennen wir doch schon zu genüge. Wer's glaubt...
"Mehr Spaß ohne Glas" an
"Mehr Spaß ohne Glas" an Karneval
Also wir denken,das man es die paar Tage auch ohne Glas aushält. Die Verletzungsgefahr wird deutlich herunter gesetzt. Es soll Karneval gefeiert werden und es ist kein Kampftrinken angesagt
Geht wieder aus wie das
Geht wieder aus wie das Hornberger Schießen.
Wie alles in Köln
Aber wenigstens ist ein Denkansatz da.
Sehr lobenswert die Idee!
Sehr lobenswert die Idee! Hoffentlich lässt es sich auch umsetzen, ohne das die Mitarbeiter des Ordnungsamtes zu sehr von ihren eigentlichen Aufgaben abgezogen werden. Die haben an solchen Tagen viel zu tun und ich finde die Aktion "Keine Kurzen für die Kurzen" weitaus wichtiger umzusetzen als die Müllreduzierung. Hoffe HaLt hat Zukunft. Natürlich ist ohne Glas auch ein erheblicher Verletzungsfaktor aus der Welt.
Als Anmerkung noch:
Der Leiter des Kölner Ordnungsamtes heisst Robert Kilp nicht Klip!
:-)
noch ne Anmerkung :es heißt
noch ne Anmerkung :es heißt :ohne dass die Mitarbeiter.usw...Wenn schon Kritik,dann selber richtig schreiben...und dsss nicht mit das verwechseln...
Klugsch...
Danke Herr oder Frau
Danke Herr oder Frau Lehrer(in) für die Lektion und den spannenden Beitrag zum Thema!
6 setzen !!
Da kann ich nur lachen
Da kann ich nur lachen .Köln wird es niemals schaffen das die Gegenden Glasfrei bleiben . Man schafft es ja noch nicht mal in Köln das Ess u Trinkverbot in der Kvb durchzusetzen bzw das Rauchverbot in den Köln Arcaden durchzusetzen . Dann dürfte es Karneval auch in den Kneipen keine Gläser geben .Freu mich auf Karneval .
Endlich! Fragt sich mal
Endlich! Fragt sich mal wieder nur, wie streng kontrolliert wird (siehe KVB-Verzehrverbot)!!!










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