Kontrollen schrecken Schwarzfahrer ab

KVB meldet Fahrgastrekord

Zum fünften Mal hintereinander meldet die KVB steigende Nutzerzahlen: 274,7 Millionen Fahrgäste fuhren im Vorjahr mit Bussen und Bahnen der Kölner Verkehrsbetriebe. Das sind 0,9 Prozent mehr als 2010, bundesweit lag der Trend bei 0,7. Insgesamt wurden über 53 Millionen Kilometer zurückgelegt – und das bei einem seit zehn Jahren weitgehend gleichen Netz, so Vorstandsvorsitzender Jürgen Fenske am Donnerstag.

Problematisch werde es allerdings, den gewohnten Standard bei der zunehmenden Nachfrage zu halten. So sei die Ost-West-Achse zwischen Deutzer Brücke und Rudolfplatz jetzt schon bis zur Kapazitätsgrenze ausgelastet, eine Taktverdichtung hier nicht mehr möglich. Man suche aber nach Auswegen. Bei den Bussen sollen verstärkt neue Gelenkbusse mit mehr Plätzen eingesetzt werden. Zur Zeit werden ältere Straßenbahnwagen saniert, vor allem durch den Wegfall von Sitzplätzen könnten dann jeweils 23 Fahrgäste zusätzlich befördert werden.

Ausbauen will die KVB in diesem Jahr den Service durch „Großflächenanzeiger“ an den Haltestellen, die nicht nur die planmäßigen, sondern auch die tatsächlichen Abfahrtszeiten anzeigen. Fortgesetzt wird der barrierefreie Zugang an den Straßenbahn- und Bushaltestellen. 2011 wurden zwölf Rolltreppen und fünf Aufzüge in Betrieb genommen, für dieses Jahr sind fünf neue Aufzüge und zwölf Rolltreppen geplant.

Dringend nötig sei die Sanierung vieler Haltestellen. Erst jüngst machten Eimer in der Haltestelle Neumarkt Schlagzeilen, mit denen eindringenden Regenwasser aufgefangen werden musste. Für die Reparaturen seien bis 2015 rund 95 Millionen Euro nötig. Sorgen macht Fenske, dass den Bundeszuschüssen für den Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) eine Kürzung droht. Die Verkehrsunternehmen fordern 790 Millionen Euro pro Jahr, derzeit zahlt der Bund 450 Millionen. Die KVB erreiche durch Einnahmen einen Deckungsgrad von 75 Prozent, vor zehn Jahren waren es nur 68.

Gesunken ist der Anteil der Schwarzfahrer von 6,30 auf 4,73 Prozent. Verantwortlich dafür sei zum einen, dass in den Bussen in den Abendstunden nur beim Fahrer eingestiegen werden dürfe, zum anderen mehr Kontrollen. So seien 2010 1,6 Millionen Fahrgäste kontrolliert worden, 2011 eine halbe Million mehr. Um diese positive Bilanz zu festigen, habe man 18 befristete Stellen im Service- und Sicherheitsbereich entfristet. Den Einnahmeausfall durch Schwarzfahrer bezifferte Fenske auf acht bis neun Millionen Euro im Jahr. (js)

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