"Darstellung verletzt die Totenwürde"
Körperwelten: Sex-Plastinat bleibt verboten
Köln (ddp-nrw). Das Ganzkörperplastinat «Schwebender Akt», das zwei plastinierte Tote beim Sexualakt zeigt, darf auch weiterhin nicht in der Kölner Ausstellung «Körperwelten - eine Herzenssache» gezeigt werden. Dies hat das Verwaltungsgericht Köln in einem am Freitag bekanntgegebenen Beschluss entschieden. Damit wurde nach Angaben eines Gerichtssprechers ein gegen eine Verbotsverfügung der Stadt Köln gerichteter Eilantrag der Ausstellungsmacher zum überwiegenden Teil abgelehnt.
Die besten Bilder von der Ausstellung "Körperwelten" in Köln
Nach Auffassung der Kölner Verwaltungsrichter spreche hingegen viel dafür, dass die beanstandete Darstellung die Totenwürde verletze, die auch der Wissenschaftsfreiheit Grenzen setze. Allerdings setzte das Gericht das Alter, ab dem Jugendliche ohne Begleitung Erwachsener die übrige Ausstellung besuchen dürfen, auf 14 Jahre herab. Das Ordnungsamt hatte eine Grenze von 16 Jahren vorgesehen. Dadurch steht die Schau jetzt für mehr Schulklassen offen.
Außerdem wurde das weitergehende Verbot, Paare «in anderen sexuellen Posen» darzustellen, aufgehoben, weil diese Formulierung zu unbestimmt sei. Schon zuvor hatte das Ordnungsamt seine Anordnung gelockert. Seitdem dürfen in einem besonderen Raum ein «Teilplastinat» beim Sexualakt sowie ein schematisches «Scheibenplastinat» gezeigt werden. Zu diesem abgetrennten Raum haben Jugendliche ohne Begleitung Erwachsener erst ab 16 Jahren Zutritt.
Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Januar im "Körperwelten-Dom" an der Gummersbacher Straße (gegenüber dem Odysseum) zu sehen. Weitere Informationen zu der Schau und eine Bestellmöglichkeit für Tickets gibt es unter www.koerperwelten.de
(13. November 2009 - 13:22)
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Kommentare
Du bist krank . Musst dir
Du bist krank . Musst dir die Show ja net anschauen
Das ist gut !!! Die ganze
Das ist gut !!! Die ganze Ausstellung müßte verboten werden. So mit Leichen zu spielen ist doch krank.
Ich glaube das jeder Mensch
Ich glaube das jeder Mensch der seinen Körper den "Körperwelten" vermacht nach seinem Tod, der weiß was dort mit seinem Leichnam geschieht und man ihn in verschiedenen Posen zeigt oder in seine Einzelteile zerlegt.
Demnach verzichtet er doch schriftlich auf seine Totenwürde, es ist auch nicht mehr zu erkennen wer dieser Tote mal war.















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